Markus Bruschke
Markus Bruschke übernimmt die Leitung der Musikschule Rastatt. | Foto: pr

Wechsel an Musikschule Rastatt

Bruschke stürzt sich in die Arbeit

Die Fußstapfen, die Arnold Sesterheim in der Rastatter Musikschule hinterlassen wird, wenn er Ende des Monats in den Ruhestand geht, sind nicht klein. Und doch ist es der Stadt gelungen, einen würdigen Nachfolger zu finden: Markus Bruschke übernimmt zum 1. Oktober die Leitung der städtischen Musikschule.

In der Region nicht unbekannt

Der 33-Jährige gebürtige Lübecker ist in der Region kein Unbekannter: Seit drei Jahren ist er Dirigent des Musikvereins „Harmonie“ in Würmersheim und hat sich mit seinen Musikern bei zahlreichen Auftritten bereits viel Lob erarbeitet. Zudem kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit im Kantorat der Christuskirche Karlsruhe, ist Dirigent des Bläserensembles der Musikschule Baden-Baden und seit zwei Jahren Leiter der Musikschule Hardt. Aufgaben, die er – bis auf die Leitung der „Harmonie“ – aufgeben wird, um sich ganz der Musikschule Rastatt zu widmen, wie er im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt.

Vier Schwerpunkte definiert

„Die Aufgabe in Rastatt ermöglicht es mir, meine künstlerisch-pädagogische Ausbildung mit dem Bereich Kulturmanagement zu verbinden“, freut sich Bruschke, der an den Hochschulen für Musik in Würzburg und Karlsruhe den Studiengang „Dipl.-Künstlerische Ausbildung“ mit dem Hauptfach Posaune absolvierte und dann noch einen Master of Music im Bereich Musikvermittlung und Musikmanagement in Detmold aufsattelte.

Kooperationen

„Es gibt vier Punkte, die ich für sehr wichtig erachte“, formuliert Bruschke klare Ziele für seine Arbeit an der Musikschule Rastatt: So möchte er die Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und Vereinen fortführen und ausbauen und so den Nachwuchs für die Musik begeistern. „Gleichzeitig kann man durch die Zusammenarbeit mit den Vereinen auch Ressourcen bündeln.“

Erwachsenenkurse

Doch bei musikalischem Nachwuchs denkt Bruschke nicht nur an die jungen Leute: „Allein aus demografischen Gründen müssen wir uns auch verstärkt an die Erwachsenen richten“, betont er. Ihm schwebt etwa eine Bläserklasse für Erwachsene vor oder aber Abo-Unterricht mit flexiblen Unterrichtszeiten, wie er ihn bereits an der Musikschule Hardt erfolgreich erprobt hat.

Sonderprojekte

Ebenfalls Erfahrung hat er bereits mit Sonderprojekten wie etwa Märchenkonzerten gesammelt, mit denen er die Musikschule Rastatt zu einem Kulturträger ausbauen will. „Bei solchen Projekten werden die verschiedenen Instrumentengruppen zu einem Ensemble zusammengelegt, man arbeitet gemeinsam auf etwas hin und gleichzeitig wird auch das Publikum an die Musik herangeführt“, setzt Bruschke gleich auf mehrere positive Effekte.

Ohne Motivation geht nichts

Aus eigener Erfahrung weiß er, wie wichtig die Motivation beim Erlernen eines Instruments ist: Bruschkes Vater ist ebenfalls Berufsposaunist, der Sohn schon früh an Musik und Instrumente herangeführt worden. Vom Cello über das Klavier hin zu Trompete und Tenor-Horn führte der Weg schließlich zur Posaune. „Es hilft ungemein, ein Ziel vor Augen zu haben.“

Ein solches Ziel war für den jugendlichen Bruschke stets der Wettbewerb „Jugend musiziert“, bei dem er 2002 und 2003 sogar Bundespreisträger wurde. Deshalb freut er sich besonders darüber, dass die Leitung der Regionalwettbewerbe von „Jugend musiziert“ mit zu seinem Aufgabenbereich gehören wird. „Ich freue mich, dass der Wettbewerb in Rastatt einen so hohen Stellenwert hat.“

Öffentlichkeitsarbeit

Zu guter Letzt will Bruschke mit seinem Tatendrang auch die Öffentlichkeit erreichen: Als erstes steht eine neue Homepage auf der Liste. Und wenn der junge Mann dann doch einmal Zeit zum Entspannen findet, dann natürlich mit Musik – „am liebsten mit Bruckner oder Mahler.“