Rastatter Weihnachtsmarkt
Der Budenzauber auf dem Rastatter Marktplatz bekommt Zuwachs: Erstmals lädt die Stadt im Ehrenhof an zehn Tagen zur Schlossweihnacht. | Foto: Archiv Collet

Stadt wirbt auch überregional

In Rastatt bricht der Weihnachtszauber aus

Der Weihnachtsmarkt hat einen neuen Namen: Unter dem Label „Rastatter Weihnachtszauber“ firmieren künftig der klassische Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und die neue Schlossweihnacht, die an zehn Tagen den Ehrenhof in eine Budenstadt verwandeln wird. Entsprechend wird auch der Werbeauftritt „eher grafischer“: Da es noch keine Fotos von der Schlossweihnacht gibt, besteht das neue Motiv aus eigens von Konditor Karl-Ludwig Hauns gestalten Lebkuchen. „Eventuell wird es nächstes Jahr sogar einen Wettbewerb geben: Backt den Lebkuchen für unser Plakat“, blickte Wirtschaftsförderer Raphael Knoth bei der Vorstellung des neuen Weihnachtszaubers gleich mal in die Zukunft.

Schlossweihnacht als Alleinstellungsmerkmal

Knoth und sein Team sind von dem neuen Konzept überzeugt: „Zwischen Baden-Baden und Karlsruhe haben wir jetzt durch die Schlossweihnacht ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, so Knoth. Hinzu komme „ein exzellentes Bühnenprogramm“. Entsprechend bewirbt die Stadt den neuen Weihnachtszauber auch: Zehn Großplakate werden in der Region aufgestellt, 200 Litfaßsäulen in Karlsruhe beklebt, hinzu kommt Werbung in allen Forum Kinos, also neben Rastatt auch in Offenburg und Lahr. Der kleine Faltplan, mit dem das Weihnachtsmarktprogramm in der Vergangenheit beworben wurde, weicht einer 24-seitigen Broschüre, die in einer Auflage von 50 000 Stück gedruckt wird. „Jeder Rastatter Haushalt erhält eine am 24. November.“ Am Tag darauf, Freitag, 25. November, eröffnet dann der Weihnachtsmarkt. Die zehntägige Schlossweihnacht folgt am 8. Dezember.

Neu im Programm: Der Kleinkunstsonntag

Beim traditionellen Weihnachtsmarkt zwischen St. Alexander und Historischem Rathaus setzt die Stadt auf das bewährte Konzept bestehend aus der längsten Kindereisenbahn der Region, der Aktionshütte, der Pyramide und dem „besten Bühnenprogramm, das wir je hatten“, so der Wirtschaftsförderer zufrieden. 47 Bewerbungen seien in diesem Jahr beim Musikcontest eingegangen, insgesamt neun Bands werden immer freitagabends spielen. Auch der 2015 eingeführte Sportmontag wird fortgesetzt mit Ralf Dujmovits, Ralf Müller und Olga Müller-Omeltchenko, Strongman Dennis Kohlruss und vermutlich Kampfsportler Roman Apolonov. Neu ist dagegen der Kleinkunstsonntag, bei dem Comedian El Mago Masin, Illusionist Daniel Bornhäuser, Musiker Gunzi Heil und bei einer Slam-Show die besten Slam-Künstler der Region auftreten.

Singender Weihnachtsmann mit echtem Rentier kommt

Weitere Höhepunkte sind der Besuch eines singenden Weihnachtsmanns mit echtem Rentier (1. Dezember), des Nikolauses (6. Dezember) oder der lange Weihnachtsmarkt (3. Dezember), an dem die Stände bis 22 Uhr geöffnet haben und auf der Schlossachse eine Feuershow mit Feuerschluckern und Jonglage gezeigt wird.

Bruchsaler Schlossweihnacht
Stimmungsvoll beleuchtet werden soll das Rastatter Schloss bei seiner ersten Schlossweihnacht, ähnlich wie seiner Bruchsaler Pendant. | Foto: Archiv Heintzen

Ganz ohne Bühnenprogramm und Musik kommt dagegen die Schlossweihnacht aus. Hier setzen Knoth und sein Team auf eine stimmungsvolle Beleuchtung des Ehrenhofs, gehobene Gastronomie (Knoth: „Winzerglühwein und Spanferkel“) und weiße Pagodenzelte, in denen vor allem Kunsthandwerk mit Vorführungen gezeigt wird – Leder, Filz, Schmuck, Bürsten und Teddybären sind darunter. „Die Stände hätte es sonst so nicht auf dem Weihnachtsmarkt gegeben“, sagt Knoth, der hofft, die „beachtliche Besucherfrequenz“ der vergangenen Jahre noch steigern zu können.