So präsentiert sich die Passage aus der Innenstadt, der Ausgang führt zur Schlossgalerie.
So präsentiert sich die Passage aus der Innenstadt, der Ausgang führt zur Schlossgalerie. | Foto: AGP Generalplaner

Hatz-Areal in Rastatt

Innenstadt erhält eine neue Achse

Nach dem Start des Abrisses der Bestandsgebäude kann das Gelände der ehemaligen Brauerei Hatz nun wie geplant bebaut werden. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan gebilligt, während auf dem Gelände zwischen Kapellenstraße, Poststraße und Herrenstraße bereits die Abbrucharbeiten laufen. Wie berichtet, entstehen auf dem 7.000 Quadratmeter großen Gelände rund 65 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, 1.300 Quadratmeter Gewerbefläche im Erdgeschoss der Passage, ein Pflegeheim für etwa 75 Menschen sowie betreute Seniorenwohnungen. Außerdem gibt es eine öffentliche Tiefgarage auf zwei Ebenen mit rund 180 Stellplätzen.
Wie Eberhard Fichter von der Firma AGP Generalplaner in der Sitzung erklärte, wurde der Plan nochmals leicht modifiziert. Ein geplanter, langer Querriegel wurde in zwei Teile aufgespalten, so dass in der Mitte der Wohnbebauung ein kleiner Platz entsteht. Die öffentliche Passage führt von der Herrenstraße durch ein Portal in der bestehenden Häuserzeile über eine Treppe bis zur Schlossgalerie. Die Innenstadt erhält damit eine neue Achse. Ein Ausgang zur Poststraße wird gebaut, dieser führt zwischen den Wohngebäuden durch.

Bebauung wurde noch etwas aufgelockert

Im Laufe der Planung wurde die Gewerbefläche sukzessive zu Gunsten der Wohnfläche reduziert. Kritiker sahen seinerzeit eine zu große Konkurrenz zur Schlossgalerie entstehen. Diese Entwicklung lobte Grünen-Fraktionschef Roland Walter: „Es ist erfreulich, dass inzwischen das Wohnen im Mittelpunkt steht.“ Auch Simone Walker (FuR) begrüßte den nun „kleinteiligen Einzelhandel“. SPD-Fraktionschef Joachim Fischer verwies erneut auf das Paketzentrum der Post, das „eigentlich an den Stadtrand verlagert werden müsste“. Die Situation mit Lastern mitten in der Fußgängerzone sein ein „Anachronismus“. Stadtplaner Markus Reck-Kehl stellte in Aussicht, dass sich bei der ehemaligen Hauptpost „in den nächsten Jahren etwas bewegt“.
Nach derzeitigem Planungsstand sollen bis Anfang 2019 die ersten Häuser auf dem Hatz-Areal fertig sein.