Flüchtlings-App
Isabell Schmitt, Thomas Richers, Sophia Guidi und Otto Tepper probieren die neue App aus. | Foto: Holbein

Diakonie Rastatt

Neue Web-App soll Flüchtlingshilfe bündeln

Von Martina Holbein

Ein Internetportal, das alle Aktivitäten der Arbeit mit Flüchtlingen im Landkreis Rastatt/Stadtkreis Baden-Baden bündelt, das wichtige Informationen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter bereithält, das die Namen der Ansprechpartner in den verschiedenen Kommunen auflistet? „Ganz viele Menschen, die sich engagieren, haben sich das gewünscht“, sagte Otto Tepper, Geschäftsführer des Diakonisches Werkes Baden-Baden/Rastatt, über die Intention der Diakonie, so eine Flüchtlings App zu gestalten.

Infoplattform für Ehrenamtliche

„Diese Seite ist vorrangig als Informationsplattform für die ehrenamtlich Engagierten gedacht“, so Tepper. Flyer seien oft fast schon veraltet, wenn sie aus dem Druck kommen und „ein gut gepflegtes Internetportal ist einfach aktuell und problemlos erweiterungsfähig“. Jetzt gibt es eine Web-App, die so gestaltet ist, dass sie auch bequem auf dem Smartphone abrufbar und zu lesen ist.

Projekte und Institutionen sind aufgelistet

Unter www.fluechtlinge-bad-ra.de kann die Seite aufgerufen werden, die nach über einem Jahr von der Idee bis zur Fertigstellung jetzt online ist. Geplant hat und betreut wird die Seite vom Büro Webdesign & Consulting. Inhaber Thomas Richers stellte sie zusammen mit seiner Mitarbeiterin Isabell Schmitt, maßgeblich für das Design verantwortlich, vor. Seitens der Diakonie arbeitet vor allem Sophia Guidi mit der Website, bringt Vorschläge zur Aktualisierung und gibt gemeinnützigen Projekten und Institutionen die Möglichkeit, dass sie aufgelistet werden. Die Zusammenstellung sei auch hilfreich für das Entstehen eines Netzwerks aus den verschiedenen Initiativen, Ideen können ausgetauscht und hilfreiche Informationen problemlos abgerufen werden. Zum Beispiel, ob und wo es Lehrmaterial für Deutschkurse von Ehrenamtlichen gibt.

Auch Informationen für Flüchtlinge

Doch auch für Flüchtlinge bietet das Portal manche Information, beispielsweise rund ums Fahrrad. Hier wird in verschiedenen Sprachen erläutert, was es vor dem Radeln zu beachten gilt: Ausreichende Beleuchtung, die Rechts- vor Links-Regelung und anderes.
Die Web-App, die nicht fest installiert werden muss, bietet auch unterhaltsame Blicke eines syrischen Satirikers von außen über das Leben in Deutschland, „interessant“ auch für Einheimische.

Bessere Koordination von Spenden

Einen besonderen Service gibt es für die Spendenstellen: Diese können zukünftig eigenverantwortlich aktualisieren, was sie benötigen und bei welchen Materialien die Lager gefüllt sind. „Die Mitarbeiter werden wir schulen“ so Richers. Spender können sich ganz schnell orientieren, ob ihre Spende überhaupt gebraucht wird und an welcher Spendenstelle im Landkreis. „Uns spart das eine Menge an Telefonaten“, ist sich Sophia Guidi sicher, „und die Nutzer können schnell und jederzeit, sogar mit Routenplaner auf die Web-App zugreifen, wenn irgendwo der Schuh drückt und man sich einfach nur informieren will, was geht.“