Erich von Däniken
Enger Kontakt zum Publikum: Der Schweizer Autor sprach in der nahezu voll besetzen Badner Halle. | Foto: Ottmüller

Erich von Däniken in Rastatt

Phantast kämpft gegen Erbsenzähler

Von Beatrix Ottmüller

 

„Nach diesem Abend werden Sie inspiriert sein“, verspricht Erich von Däniken einem jungen Besucher, der sich noch nicht sicher ist, welchen beruflichen Weg er einschlagen will. Von Däniken nimmt sich Zeit für die Besucher und signiert bereits vor dem Vortrag seine Bücher und DVDs, gibt Lebenstipps und verbreitet Aufmunterndes. Er ist ein selbstsicherer, jedoch auch bescheidener Mann, der davon überzeugt ist eine Botschaft zu haben, die auch ankommt. Dass er damit nicht ganz unrecht hat, zeigt die Besucherzahl in der Badner Halle. Trotz Feiertag und langem Ferienwochenende ist die Halle fast voll besetzt und viele decken sich bereits vor dem Vortrag mit seinen Schriften und DVDs ein, weil sie das Gefühl haben nicht genug zu wissen.

Von Däniken ist überzeugt vom Einfluss Außeridrischer

Erich von Däniken stellt in seinem Vortrag „War alles ganz anders?“ die Weltordnung und die Glaubenswelt in Frage und stellt die These auf, dass Außerirdische die Welt beeinflussen. Anlass zu diesem Glauben geben ihm eine Vielzahl von seltsamen Begebenheiten, die sich überall auf der Welt in jedem Zeitalter zugetragen haben und sich heute zu häufen scheinen. So zum Beispiel das Phänomen der überdimensionalen Kornbilder, deren Muster immer komplizierter werden. Eine Bewusstseinsänderung sei das Ziel dieser Bilder. Wir sollen umdenken, die Außerirdischen wollten auf ihre Existenz aufmerksam machen, ist die Erklärung von Dänikens.

Kornkreis
Ein Kornkreis in einem brandenburgischen Getreidefeld – wer hat ihn gemacht? | Foto: dpa

Zum anderen seien da die Pyramiden. Wurden sie wirklich von Menschen gebaut, die kaum technisch entwickelt waren? Von Däniken glaubt es nicht. Zudem würden mehr und mehr seltsame Dinge in den Pyramiden entdeckt, die keinesfalls vor Abertausend Jahren konstruiert worden seien konnten. Wer immer die Pyramide entwickelt hat, muss enorme Kenntnisse im Ingenieurwesen gehabt haben und über moderne Technik verfügt haben. Die Pyramiden sind so rätselhaft, findet von Däniken, dass sie einfach nicht vor zweieinhalbtausend Jahren von Menschen erschaffen worden sein können. „Es gibt Dinge auf diesem Planeten, über die keiner schreibt“, gibt der Autor zu bedenken. Er macht sich seit langem seine Gedanken darüber, spricht mit Gleichgesinnten und sucht Beweise für seine Thesen.

Pyramide
Die Pyramiden von Gizeh – von Däniken ist sicher: Menschen können sie nicht gebaut haben. | Foto: dpa

Von Däniken legt in seinem Vortrag viele solcher Zeugnisse dar, mischt munter verschiedene Geschichten, bringt Noah mit den Wächtern des Himmels in Verbindung, interpretiert dass Zeus existiert habe und sowohl göttliches als auch menschliches gehabt habe. Der Schweizer, der Wissenschaftler in aller Welt und Zeitzeugen befragt hat, ist ein fesselnder Erzähler, der seine Erkenntnisse mit Bildern belegt. Sein Vortrag besteht aus Anekdoten, aus Geschichten, die schnell in den Bann ziehen, sowie Bildern und Videos mit unerklärten Naturphänomenen.

Von Däniken will die Wahrheit ans Licht bringen

Erich von Däniken findet es ist an der Zeit, die alten Schriften neu zu übersetzen, neu zu definieren. Er ist überzeugt, dass UFOs real sind, dass Außerirdische regelmäßig die Erde besuchen. Beim Urknall wurde DNS in unsere Erde injiziert. So entstand das Leben auf der Erde. Die Information kam von außen und daraus habe sich die Menschheit entwickelt. Wir seien die Ableger eines anderen Systems. Erich von Däniken denkt, es ist die Technologie, die die Menschheit entwickelt hat, die die Außerirdischen brauchen. Genaueres stehe in seinem neuen Buch.
Eins stellt er jedoch klar: Es ist keine neue Religion, die er propagiert. Er wolle nur die Wahrheit ans Licht bringen. „Es sind die Phantasten, die die Welt weiterbringen, nicht die Erbsenzähler“, so Däniken.