An der Straße von Förch zur L67 wird ein Radweg gebaut.
An der Straße von Förch zur L67 wird ein Radweg gebaut. | Foto: Collet

Konzept im Landkreis Rastatt

Radwege erhalten einheitliches Design

Das Radwegnetz im Landkreis Rastatt wird sukzessive erweitert. Das Land wiederum führt einheitliche Standards für die Radwege ein. Es geht dabei um die Ausschilderung, die über Kreisgrenzen hinweg einheitlich sein soll, erklärte Dezernent Claus Haberecht in der Sitzung des Planungsausschusses des Kreistags.
In seinem Sachstandbericht verwies er darauf, dass mehrere Vorhaben in den vergangenen Jahren fertig geworden oder deren Bau begonnen wurde. So sei der Radweg von Muggensturm in Richtung B 3 fertig, ebenso der Radweg zwischen Elchesheim-Illingen und Bietigheim und der Abschnitt von Rastatt nach Kuppenheim auf der Tour de Murg. Der Radweg an der Staustufe Iffezheim (K 3758) sei im Frühjahr 2017 fertig, so Haberecht. Zwischen Iffezheim und der B 500 solle der Bau eines Radwegs neu aufgenommen werden.

Viele neue Radwege geplant

Unter den mittelfristigen Projekten ist der Radweg von Schwarzach nach Hildmannsfeld (siehe Landkreis), der im Herbst 2017 fertig sein soll. Für den Radweg von Sinzheim nach Müllhofen ist der Baubeginn auf Herbst 2017 angesetzt. Und die Tour de Murg wird zwischen Gaggenau und Ottenau (Tunnelweg) saniert, im nächsten Jahr soll dies fertig sein. Hinzu kommt eine Verbindung von der neuen B 36 zur B 3 im Bereich von Bietigheim.
Im Jahr 2018 ist dann die Strecke von Förch zur L 67 dran – also bis zur Kreuzung mit der Landesstraße von Kuppenheim nach Haueneberstein. Schließlich soll die an der Baulandstraße gebaute Murgbrücke bis nach Niederbühl durchgebunden werden. Die andere Seite, also von der Murgbrücke bis zur Lochfeldstraße in Rastatt, ist bereits im nächsten Jahr dran.
Haberecht verwies darauf, dass im Radwegkonzept des Landkreises zunehmend die Faktoren Digitalisierung und E-Mobilität eine Rolle spielten. So würde das Netz mit Ladestationen für Pedelecs ausgebaut. Die Radwege würden in das Geoportal der Kreisverwaltung eingepflegt oder QR-Codes in Radkarten integriert. Außerdem würden GPS-Daten bereitgestellt.

Nadelöhr bei Tour de Murg

CDU-Fraktionschef Toni Huber hofft derweil darauf, dass das gefährliche Nadelöhr auf der Tour de Murg bei Weisenbach im nächsten Jahr durch das Land entfernt wird. Er wollte wissen, ob das Land die Gemeinden dazu verpflichten könne, Radwegschilder und Markierungen dem neuen Design anzupassen. Haberecht erklärte, dass dies lediglich ein Wunsch an die Kommunen sei. Robert Wein (Freie Wähler) lobte die einheitliche Beschilderung und plädierte für viele Lückenschlüsse im Radnetz. Auf Nachfrage von Manuel Hummel (Grüne) erklärte Dezernent Haberecht, dass neue Radwege nicht allein nach der aufgestellten Prioritätenliste gebaut würden, wenn bauliche Besonderheiten und Abhängigkeiten von anderen Radwegen eine andere Reihenfolge erforderten.