Bei der Rocky Horror Show geht regelmäßig im Publikum die Post  ab - auch in Ettlingen 2017?
Bei der Rocky Horror Show geht regelmäßig im Publikum die Post ab - auch in Ettlingen 2017? | Foto: BNN-Archiv

Schlossfestspiele Ettlingen

Rocky Horror im Schlosshof

Rocky Horror Show im  Schlosshof Ettlingen: Das wird ein Riesenspaß, wenn jeder Besucher des Musicals 2017 der Schossfestspiele stilecht ausgerüstet wird: mit Reis, Wasserpistole, Klopapier, Leuchtarmband, Konfetti…. All das braucht‘s für die „Rocky Horror Show“, die Intendant Udo Schürmer  im Schlosshof plant. Mit der Kult-Geschichte um den Transvestiten Frank N. Furter, seinen buckligen Butler Riff Raff, die zwei Schloss-Gäste Brad und Janet und den von Furter erschaffenen blonden Jüngling Rocky erfüllt sich Schürmer einen lang gehegten Wunsch, wie er schon zum Abschluss des Theatersommers 2016 wissen ließ ( wir berichteten).  Am Dienstagabend  wird er den Spielplan 2017 im öffentlich  vorstellen.

Aristophanes-Komödie und Jim Knopf

Neben Richard O’ Briens „Rocky Horror“ will Schürmer als Schauspiel die Komödie „Lysistrata“ von Aristophanes auf die Bühne bringen, als Kinder- und Familienstück plant er „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ nach Michael Ende. An Jugendliche ab zehn Jahre richtet sich „Einer für alle“ von Karin Eppler und an die Altersgruppe ab 14 Jahre „Kassandra“ nach Christa Wolf. Daneben gibt es ein Begleitprogramm und Kooperationen, etwa mit dem Hotel „Erbprinz“.

Großer Erfolg im Kammertheater Karlsruhe

Zurück zur „Rocky Horror Show“: Sie läuft seit den 1970er-Jahren immer mal wieder sehr erfolgreich als Film-Spätvorstellung in der Karlsruher Schauburg, wo die Fans entsprechend „bewaffnet“ auftauchen, der eine oder andere auch als Frank N. Furter in Strapsen, Lack und Leder im Saal Platz nimmt. Im Kammertheater Karlsruhe war das Grusical ein grandioser Erfolg und seit 2013 immer mal wieder einige Wochen lang zu erleben. Natürlich musste auch dort nach jeder Vorstellung der Reinigungsdienst kommen und die Spuren des Abends beseitigen, denn die Post ging im Zuschauerraum richtig ab. Auch im Stadttheater Pforzheim wollten in 23 Vorstellungen mehr als 13 000 Besucher den (sex)geilen Frank N. Furter in der Spielzeit 2012/2013 sehen. Gesungen wird grundsätzlich auf englisch – Ettlingen macht da 2017 keine Ausnahme. „Science Fiction/Double Feature“, „The Time Warp“ oder „Sweet Transvestite“ sind bei den Fans seit Jahrzehnten Kult und werden gerne mitgeschmettert.

Eintrittspreise sollen 2017 steigen

Neben dem Spielplan ist heute die Preisgestaltung für den Theatersommer Thema. Vorgeschlagen wird von der Verwaltung, die Preise für Musical und Schauspiel um drei Prozent zu erhöhen. Der Zuschussbedarf wurde auf knapp 815 000 Euro veranschlagt. Die Spielzeit dauert vom 22. Juni bis 12. August; der Kartenvorverkauf beginnt am ersten Advent.