Eine Gruppe Brettener besichtigt den Rohbau der Rechbergklinik
Vier Geschosse hat der Bettenbau der neuen Rechbergklinik. | Foto: Ebert

Innenausbau läuft an

Rohbau der Rechbergklinik Bretten steht

Wie wird sie aussehen, die neue Rechbergklinik? Zwei Dutzend Brettener nutzten das Angebot, zumindest im Rohbau eine Vorstellung von den Räumen, Dimensionen und Funktionen zu bekommen. Lothar Laier, Projektleiter der Kliniken Karlsruhe Land, und Alexander Mettenleiter, Bauleiter vom Stuttgarter Architekturbüro Ernst, führten die Gruppe durch den Gebäudekomplex, der aus drei Baukörpern besteht und rund 50 Millionen Euro kosten soll.

Behandlungsbau, Bettenbau und Magistrale

Auf der Nordseite des Areals steht der zweigeschossige Behandlungsbau, auf der Südseite das viergeschossige Bettenhaus. Beide Gebäude sind über einen Zwischenbau, eine sogenannte Magistrale, miteinander verbunden, zu der auch die acht Meter breite und 7,50 Meter hohe Eingangshalle gehört. Durch ein Glasband fällt hier Licht von oben in das Foyer auf der Westseite des Gebäudetrakts, wo künftig der Haupteingang des Hauses angesiedelt ist. Ein Bistro mit Sitzgelegenheiten auf einem Vorplatz soll zum Verweilen einladen.

Drei Operationssäle und Intensivstation

Im Keller des Behandlungstrakts, der 62 Meter lang und 23 Meter breit ist, sind die Lüftungszentrale, die Trafos und das Blockheizkraftwerk angesiedelt, im Erdgeschoss werden die Kardiologie, die Endoskopie und die Schmerztherapie untergebracht. Im ersten Obergeschoss finden sich drei Operationssäle mit Aufwachraum und die Intensivstation mit zehn Betten. Als Dachaufbau wird die Technikzentrale installiert.
Zu sehen ist von alledem allerdings noch gar nichts. Die Geschosse des Rohbaus sind derzeit noch entweder mit einem Gewimmel aus Stahlsprießen gefüllt oder riesige leere Hallen. Handwerker sind mit Installationsarbeiten beschäftigt. Im Erdgeschoss wurden bereits die Fensterelemente eingebaut.

Komfortstation für Privatpatienten

Im viergeschossigen Bettenhaus der neuen Rechbergklinik mit 77 mal 23 Meter Grundfläche sind im Keller die Verteilerküche, die Umkleiden, die Verwaltung der Technik und das Lager untergebracht, außerdem liegt hier der Versorgungszugang. Im Erdgeschoss befindet sich nach Fertigstellung die Radiologie und die zentrale Notaufnahme, deren Zugang über eine Liegendkrankenzufahrt auf der Südseite des Bettenbaus erfolgt. Auf Ebene eins und zwei liegen die Stationen mit je 38 Betten – zumeist Zweibettzimmer, im dritten Stock befindet sich die Komfortstation für Privatpatienten mit 34 Betten, die eine etwas hochwertigere Ausstattung haben.

Flächendeckende Brandüberwachung

„Wir haben 17 000 Kubikmeter Bauaushub abgefahren sowie 8 000 Kubikmeter Beton und 1 300 Tonnen Stahl verbaut“, informiert Bauchef Mettenleiter. Der Rohbau sei bis Jahresende fertig, der Innenausbau laufe jetzt an und erstrecke sich über das ganze kommende Jahr. Restarbeiten seien dann noch Anfang 2018 zu tätigen, im Mai oder Juni soll die Klinik dann in Betrieb gehen. Installiert wird auch ein flächendeckende Brandüberwachung, die den neuesten Standards entspricht. Die Außenfarbe der Putzfassade soll ein heller Erdton werden.

Personalbau der Rechbergklinik wird abgebrochen

„Der Personalbau wird im Frühjahr abgebrochen“, informiert Projektleiter Laier. Dort entsteht dann ein Pflegeheim mit altengerechten Wohnungen und Angeboten zur Kurzzeitpflege. Der jetzige Verwaltungstrakt und die Pflegeschule samt Wohnheim bleiben erhalten. Für die Besucher werden auf der Westseite des Geländes 120 Parkplätze bereitgestellt.