Stadion Wildpark
Der ausverkaufte Wildpark. | Foto: jodo

OB: Ball liegt beim KSC

Stadt kauft Flächen im Wildpark für Stadionneubau

Mit dem Kauf von Grundstücken treibt die Stadt den geplanten Stadionneubau im Wildpark weiter voran. Wie das Presseamt mitteilt, wurden am Freitag auf Basis des Gemeinderatsbeschlusses vom Juli zwei Verträge mit dem Land notariell beurkundet: Mit der Liegenschaftsverwaltung wurde der Kauf zweier unmittelbar an das jetzige Stadion angrenzenden Flächen vereinbart – der sogenannte „Alte Rasen“, der für die Einrichtung eines neuen Trainingsplatzes notwendig ist, sowie der Bereich der KIT-Tennisplätze, auf dem ein Hospitality-Parkhaus geplant ist.

Land übergibt Flächen im Wildpark

Das Land räumt der Stadt ein auf zwei Monate befristetes Rücktrittsrecht ein, da diese Flächen im Wildpark nur gebraucht werden, wenn das Stadion tatsächlich gebaut wird. „Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht, der Ball liegt nun weiter in der Spielhälfte des KSC“, so Oberbürgermeister Frank Mentrup. Er appelliert an den KSC als künftigen Pächter: „Schaffen Sie gemeinsam mit der Stadt jetzt zügig die Voraussetzungen, damit die Verträge bis Ende Oktober unterschriftsreif sind.“ Diese Frist wird immer wieder genannt, um das Projekt noch realisieren zu können. Am kommenden Dienstag wird sich Mentrup in der Sache auch nochmals gegenüber den Stadträten äußern.

Brauchen jetzt Klarheit

Schon die bisherige Verzögerung gefährde den geplanten Bauablauf, jede weitere sprenge den kalkulierten und vom Gemeinderat festgelegten Kostenrahmen, heißt es in der Mitteilung des Rathauses. „Wir wollen und brauchen jetzt Klarheit, nur dann ist eine Umsetzung im Rahmen der Gemeinderatsbeschlüsse noch möglich“, betont das Stadtoberhaupt.

Birkenparkplatz gekauft

Einen zweiten Vertrag schloss die Stadt mit der Staatsforstverwaltung des Landes – diesen jedoch ohne Rücktrittsrecht. Die erworbenen Waldflächen entlang der Friedrichstaler Allee und in Gestalt des sogenannten Birkenparkplatzes seien wichtiger Bestandteil des zwingend erforderlichen neuen Sicherheitskonzepts, bei dem vor allem auch die Trennung der unterschiedlichen Fanströme zu Spielbeginn und -ende gewährleistet werden soll.

OB hofft auf erfolgreichen Abschluss

„Im Sinne der Sportstadt Karlsruhe und für eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft für den KSC als einer ihrer wichtigsten Imageträger hoffe ich auf einen erfolgreichen Abschluss der zurzeit noch anstehenden Abstimmungsgespräche“, sagt Mentrup. Über den Bau eines neuen Wildparkstadions wird in Karlsruhe seit Jahren debattiert. In der Tat scheint man dem Durchbruch nun so nah wie nie zuvor. Bei der Mitgliederversammlung des KSC stimmte die Mehrheit für den Stadionneubau. Hier findet sich mehr zum KSC.