Das verheerende Feuer auf dem RVS-Betriebsgelände in Pforzheim wurde wahrscheinlich durch eine Standheizung ausgelöst, deren heiße Abluft trockenes Laub entzündete | Foto: Roth

Polizei: Keine Brandstiftung

Standheizung als Ursache für Busbrand in Pforzheim

Trockenes Laub in Verbindung mit einer Standheizung gilt als Ursache für das Großfeuer auf dem Betriebshof des Regionalbusverkehrs Südwest (RVS). Dies ist das Ergebnis einer rund sechsstündigen Überprüfung der beiden Busse, die wohl als erste brannten.

Kein technischer Defekt

Die Sachverständigen fanden keinen technischen Defekt an einem der Motoren, teilt die Polizei weiter mit. Auch Hinweise auf ein „vorwerfbares Verhalten“ oder eine Fremdeinwirkung haben sich danach nicht ergeben. Die ohnehin für unwahrscheinlich gehaltene Ursache Brandstiftung werde damit ausgeschlossen.

Weitere Ermittlungen

Die Ermittlungen gehen allerdings weiter. „Um die Brandursache endgültig bestimmen zu können, muss der Unterboden des Busses nochmals genauer überprüft werden“, teilt die Polizei weiter mit. Die Sachverständigen warten damit, bis die sechs vollständig ausgebrannten Busse abgeschleppt werden.

Die Fahrzeuge wurden am Samstag morgen gegen 4 Uhr ein Raub der Flammen. Da davon auszugehen ist, dass es eine Weile dauert, bis sich ein Vollbrand entwickelt, passt die Brandzeit zu der Erklärung Standheizung. Diese schaltet sich nach Darstellung der Polizei nämlich automatisch ein, nachdem ein Fahrzeug abgestellt wurde.

Heiße Abgase

Der letzte Bus hatte in der fraglich Nacht gegen drei Uhr Dienstschluss und wurde gleich allen anderen rückwärts in Richtung Blücherstraße eingeparkt. Dort lag eine Menge trockener Blätter, die mutmaßlich über ein Rohr durch die heißen Abgase der Standheizung zu einem Brandherd wurden. Das Feuer hat drei neue und drei gebrauchte Busse im Wert von einer Million Euro zerstört. Wesentlich dabei war auch, dass das Plastik in den Passagierräumen einem Feuer richtig Zunder geben kann.