Rastatter Musiknacht
MIT GROSSEN PLAKATEN wollen Veranstalter Roland Kist (links) und Citymanager Johannes Flau möglichst viele Besucher zur zweiten Rastatter Musiknacht locken. | Foto: Collet

Rastatter Musiknacht

„Wie ein Jahrmarkt für Musik“

In gut zwei Wochen ist es soweit – dann verwandelt sich Rastatt zum zweiten Mal in eine große Meile der Musik: Am 1. Oktober startet die zweite Auflage der „Rastatter Musiknacht“, die unter dem Motto „eine Stadt, eine Nacht – Livemusik überall“ steht.

Breites Spektrum an Musik

Bei der Premiere im vergangenen Herbst hieß die Veranstaltung noch „Rastatter Nightlife“, „wegen des Wortspiels mit Nachtleben und Livemusik“, erklärt Citymanager Johannes Flau im Pressegespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten, die Kooperationspartner der Veranstaltung sind. Das habe allerdings nicht so gut gezogen, wie erhofft. „Die Titel solcher Veranstaltungen sind immer häufiger deutsch“, weiß Roland Kist, der mit seiner Event- und Künstleragentur hinter der Veranstaltung steht.
Den beiden Männern geht es aber weniger um den Namen, sondern vor allem um das, was dahinter steckt: Die Besucher der Musiknacht zahlen einmal Eintritt, erhalten dafür ein Bändchen, wie man es von Festivals kennt, und haben damit freien Eintritt in den zwölf teilnehmenden Lokalen im gesamten Stadtgebiet. „Das ist wie ein Jahrmarkt, man ist ständig auf der Wanderschaft und erlebt ein breites Spektrum an Musik“, freut sich Kist.

Zwölf Lokale sind dabei

Zwölf Lokale sind in diesem Jahr dabei – von vieren haben sich Kist und Flau getrennt, weil die Erwartungen auf beiden Seiten nicht erfüllt wurden – und mit der Pagodenburg ist ein neuer Veranstaltungsort dabei. Zwei weitere Lokale hätten gerne mitgemacht, hatten aber bereits Veranstaltungen an diesem Abend. „Der Stamm wird noch wachsen“, ist sich Citymanager Flau sicher. Unendlich groß solle die Musiknacht aber auch nicht werden.

Wiederholungstäter und Neulinge

Auch unter den Bands gibt es Wiederholungstäter und Neulinge: Bereits bei der Premiere im vergangenen Jahr spielten die Rockabilly-Band „Catfish“ (Rheinau Pub), die Rock ’n’ Roller „The Rhythm Kings“ (Gasthaus zum Engel) und der Brasilianer Renato Pantera (Imperial). Neu dabei sind unter anderem die „Holiday Blues Band“ um Attila Schumann (Living), „Evolver“ (Schnick Schnack), die Duck Walker Band (Zum Löwen) und „Summit Set“ (Lehner’s). So können auch jene Besucher neues entdecken, die bereits bei der Premiere von Lokal zu Lokal gepilgert sind.

Vorverkauf
Der Vorverkauf läuft in den BNN-Geschäftsstellen in Rastatt, Gaggenau und Ettlingen, der Schlossgalerie, der Badner Halle und in allen beteiligten Lokalen. Außerdem gibt es am Abend selbst vor den Lokalen Abendkassen.

 

Citymanager Johannes Flau freut sich bereits auf die Karibik-Gruppe „Senora de Cuba“ (Che’ nou) und hat auch „Tanja Steel & Friends“ in der „Blauen Katz“ fest auf seiner Musikroute notiert. Für Veranstalter Roland Kist wird es schwieriger, die Musik zu genießen. Für ihn fängt die Musiknacht schon lange vor ihrem Start um 21 Uhr an und wird auch erst Stunden nach ihrem Ende um 1.30 Uhr vorbei sein. „Ein oder zwei Musiker schaue ich mir aber trotzdem an“, erklärt der Mann, der in frühen Jahren als zweiter Schlagzeuger für Hazy Osterwald quer durch Europa tourte. Er will sich unter die Zuhörer in der Pagodenburg mischen, wenn „Maybug“ unplugged Hippie-Klassiker zum Besten geben. Und wenn es keine Engpässe an Festivalbändchen oder andere Dinge zu Organisieren gibt, dann hofft er, es auch zu „The Blackbirds“ in den Schwertkeller zu schaffen. „Sixties Britpop, das ist meine Jugend“, grinst Kist breit.

Optimierter Shuttle-Service

Nicht nur den Namen der Musiknacht, sondern auch den Shuttle-Service haben Flau und Kist optimiert. Fuhren vergangenes Jahr noch zwei Busse, wird es diesmal nur noch einen geben, der aber enger getaktet von Spielort zu Spielort pendelt. Vor allem der Rheinau Pub auf der einen und das Schnick Schnack auf der anderen Seite der Stadt sollen so schneller erreichbar sein: „Aber die ziehen ihr Publikum auch so an“, ist sich Citymanager Flau sicher.

2 000 Besucher sind das Ziel

Bei der Premiere hörten zwischen 1 700 und 1 800 Besucher Musik, in diesem Jahr soll die 2 000er-Marke geknackt werden. „Vor allem wollen wir die Musiknacht aber fest im Kalender verankern und zu einem Highlight des Jahres machen“, so die Organisatoren. Bei den Gastronomen ist das bereits gelungen: Auch die Diskothek „Freiraum“ wollte mitmachen, war aber zu knapp dran. Quasi als Entschädigung können Inhaber des Festival-Bändchens nach der Musiknacht bei freiem Eintritt noch munter weitertanzen.