Alte Wasserzähler müssen weichen: In Pforzheim sollen mechanischen Geräte schrittweise durch digitale ersetzt werden. Abgelesen werden diese dann per Funk durch die Stadtwerke.
Alte Wasserzähler müssen weichen: In Pforzheim sollen mechanischen Geräte schrittweise durch digitale ersetzt werden. Abgelesen werden diese dann per Funk durch die Stadtwerke. | Foto: Ehmann

Neue Wasseruhren in Pforzheim

Zählerstand wird künftig per Funk abgelesen

Für das Ablesen des Wasserzählers soll bald kein Mitarbeiter der Stadtwerke mehr ins Haus kommen – sondern nur noch im Auto daran vorbeifahren. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) wollen zunächst im Stadtteil Würm die alten Zähler gegen neue Funkzähler austauschen. Das habe sowohl für die Kunden, als auch für die Stadtwerke Vorteile. Nachteile sieht man nicht. Auch beim Thema Datenschutz gebe es keine Bedenken. Würm ist für die Stadtwerke ein Pilotprojekt. Klappt die Umstellung hier, sollen weitere Stadtteile folgen.

Abgelesen wird im Vorbeifahren

„Die mechanischen Zähler werden gegen digitale Zähler ausgetauscht. Das macht die Handhabung einfach leichter“, sagt Stadtwerke-Sprecherin Sonja Kirschner. Es handle sich um einen Ultraschallzähler, der alle 15 Sekunden den aktuellen Stand funkt, erklärt Alexander Freygang von den SWP. W-Lan sei dafür nicht notwendig. „Die Mitarbeiter können die Zählerstände im Vorbeifahren messen.“ Die Geräte könne man nicht manipulieren, so Kirschner. „Sie messen mit höherer Genauigkeit und Wasserverluste können schneller aufgespürt werden.“ Für die Stadtwerke habe die Technik zahlreiche Vorteile, „ebenso wie für die Kunden“.

SWP: Keine Bedenken beim Datenschutz

Eine Bürgerin aus Würm äußerte gegenüber den BNN Bedenken, die Zähler könnten den Datenschutz gefährden. Das sei aber nicht der Fall, heißt es von den Stadtwerken. In den Zählern sei eine Absicherung eingebaut. „Es ist nicht möglich, per Funk Kundendaten abzulesen. Auch die Stadtwerke brauchen dafür den Zugang zum Gerät“, sagt Freygang. „Und mit Zählerständen könnte selbst ein Dritter nichts anfangen“. Das eingebaute Funksystem ist laut Freygang batteriebetrieben und hat eine Lebensdauer von rund 16 Jahren. Der Stand solle auch weiterhin einmal jährlich zur Abrechnung abgelesen werden. „Mit Messungen pro Quartal können wir zudem feststellen, wo es Wasserverluste gibt.“

Einbau könnte bereits nach den Sommerferien beginnen

Bereits nach den Sommerferien könnte der Einbau der Geräte beginnen. Derzeit arbeite man an den Plänen und an den entsprechenden Kundeninformation zum Zählerwechsel, erklärt Kirschner. Rund 650 Geräte werden dann in Würm ausgetauscht. Für die Kunden gebe es keine Wahlmöglichkeiten, die Art des Zählers lege laut Satzung der Wasserversorger fest. Kosten sollen den Kunden laut SWP durch die neuen Zähler nicht entstehen. Dafür gebe es die Grundgebühr, die im übrigen auch nicht erhöht werden soll, so Freygang.
Langfristig sei es das Ziel, auch in anderen Stadtteilen Pforzheims die funkenden Wasserzähler zu installieren. Einen Zeitraum konnten die Stadtwerke jedoch noch nicht nennen.