"Josef Nofer-Köhler vom Gaistal" heißt das Sommernachtstheaterstück 2016.
"Josef Nofer-Köhler vom Gaistal" heißt das Sommernachtstheaterstück 2016. | Foto: bgr

Premiere in Bad Herrenalb

Volksstück vor historischer Kulisse

Wenn Petrus selbst auf der Bühne steht, muss man sich um das Wetter nicht sorgen:   Pünktlich zur Premiere  des  Volksstücks „Josef Nofer – Köhler aus dem Gaistal“ riss der Himmel  über Bad Herrenalb auf. Die Laiendarsteller boten  im historischen Klosterbezirk unter der Regie von Bodo Kälber  wahrhaft himmlische Unterhaltung beim Sommernachtstheater.  Kälber hatte einmal mehr ein gutes Händchen für die Besetzung der Rollen:   Professionell agierende  Darsteller in den Hauptrollen,  glückliche Auswahl bei den Nebenrollen   – das alles sorgte, trotz sparsamer Requisiten,  zusammen mit einer  an Effekten  reichen  Beleuchtung  für ein amüsiertes Publikum. Immer wieder gab es Szenenapplaus und Gelächter. Kein Wunder also, dass  die Premierengäste am Ende des Stückes sofort in den Gesang „Oh happy day“ mit  einstimmten.

Der Sensemann muss noch warten

In der Geschichte  nach einer Vorlage  von Manfred Eichhorn ( „Das schwäbische Paradies“) geht es um den Köhler Josef Nofer, der dem Tod in Gestalt des „Boinerkarle“ ein Schnippchen schlägt.  Zwetschgenwasser und Kartenspiel leisten ihm dabei gute Dienste, den Sensemann davon zu überzeugen, dass er noch eine Weile auf ihn verzichten muss…

Das Sommernachtstheater gibt es seit 1999, es hat sich im Veranstaltungskalender der Kurstadt fest etabliert.  Im vergangenen Jahr lockte es rund 2 000 Besucher an.