Arbeit an der Vernetzung: Indra Häußler vom Duo "Kofferimpro" mit Patrick Seufert vom Improtheater Waschsalon.
Arbeit an der Vernetzung: Indra Häußler vom Duo "Kofferimpro" mit Patrick Seufert vom Improtheater Waschsalon. | Foto: Jankowski

Karlsruhe: Improtheater boomt

Freude am Spiel ohne Schranken

Improtheater? Klar, kennt man: Eine spielfreudige Truppe betritt die Bühne, lässt sich vom Publikum Stichworte für Figuren und Story zurufen – und legt los. Auch klar ist, dass es in diesem Genre die unterschiedlichsten Formen gibt: Vom Krimi übers Liebesdrama bis zum puren Klamauk-Sketch haben viele der aktiven Gruppen ihre jeweilige Nische gefunden, die sie eifrig pflegen. In die ohnehin schon sehr lebendige Karlsruher Impro-Szene kommt nun noch mehr Bewegung: Am Samstag treffen auf Initiative des Duos „Kofferimpro“ in der Nachtbar fünf Ensemble aufeinander und zeigen sowohl ihre Spezialitäten als auch eine gemeinsame Aufführung.
„Eigentlich wollten wir als Duo durch Deutschland reisen und so viele Improtheaterleute wie möglich kennenlernen“, sagt Indra Häußler, die sich im vergangenen Sommer mit Ellen Beyer zu „Kofferimpro“ zusammengetan hat. Der Reisewunsch erklärt auch den Namen des Duos. „Dann aber haben sich im Herbst mehrere neue Karlsruher Gruppen gegründet, und deshalb haben wir mit der Vernetzung erst mal hier vor Ort angefangen.“ Die Resonanz der anderen Gruppen sei sehr gut, erklärt sie – auch von etablierten Ensembles, mit denen sie am 12. November im Kulturhaus Mikado eine „Große Impronacht“ auf die Beine stellen wollen.
Befürchtet sie angesichts der wachsenden Zahl an Gruppen keine Übersättigung des Marktes? „Ich glaube, der Markt für Improtheater in Deutschland beginnt sich gerade erst richtig zu entwickeln“, sagt Häußler. Und was treibt immer mehr Bühnenenthusiasten zum improvisierten Spiel? „Es bereichert den Blick auf den Umgang zwischen Menschen, auf die Kommunikation miteinander“, erklärt Häußler. Man könne dabei viel lernen, nicht zuletzt die Rückkehr zur Freiheit der Fantasie: „Als Erwachsener legt man sich ständig irgendwelche Schranken auf. Das trainiert man sich hier ab.“

Termin

25. Juni, 19 Uhr, Nachtbar, Hirschstraße 18, mit Erdbeerpfeffer, Waschsalon, Magic Marshmallows, FEM Fatale und Kofferimpro.

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