Touren über Alpenpässe: Der Ispringer Bürgermeister Volker Winkel war mit dem Motorrad in Südfrankreich unterwegs. Foto: privat
Touren über Alpenpässe: Der Ispringer Bürgermeister Volker Winkel war mit dem Motorrad in Südfrankreich unterwegs. Foto: privat

Bürgermeister im Urlaub

Alpenpass und Aquapark

Enzkreis. Berge oder Meer? Hoher Norden oder doch lieber Mittelmeer? Ferienzeit ist Reisezeit – auch für viele Bürgermeister im Enzkreis, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben und bei der Reiseplanung auf die Ferienzeit angewiesen sind.
So wie etwa Michael Schmidt, Bürgermeister von Neulingen. Er fährt Anfang August mit seiner Frau und seinen drei Kindern mit dem Auto nach Schladming in der Steiermark. Hier hat die Familie eine Ferienwohnung gemietet. Erst Erholung und dann auch etwas unternehmen – das steht bei Schmidts auf dem Programm. Unter anderem mit Bergwandern und Touren mit dem Mountainbike. Ein Traumziel für die Zukunft wäre für den Neulinger Bürgermeister der hohe Norden: Skandinavien würde ihn wegen der zum Teil unberührten Landschaft reizen.

Traumziel: Shanghai, Neuseeland und Moskau

Einen einwöchigen Abstecher nach Skandinavien, genauer: Dänemark, macht der Remchinger Rathauschef Luca Wilhelm Prayon. Er fährt mit Frau und Kind zu Beginn der Sommerferien erst nach Münster, Hamburg und Lübeck, dann geht es weiter in die Gegend um Kopenhagen. Trotz der sehenswerten Städte und ihren Angeboten steht bei Prayon klar die Erholung im Vordergrund. Traumziele für die Zukunft: Shanghai und Moskau.
Seinen Urlaub hat Ispringens Schultes Volker Winkel schon hinter sich. Er war zwei Wochen lang mit einer Motorradgruppe in Südfrankreich unterwegs. Besonders beeindruckend seien die Touren über die Alpenpässe gewesen, berichtet Winkel: „Wir hatten sensationell tolles Wetter, aber beim Blick in die Tiefe konnte es einem schon den Magen zusammenziehen.“ Übernachtet hat die Gruppe in einem Weinschloss und abends genossen sie Vier-Gänge-Menüs. In diesem Jahr plant Winkel mit seiner Frau vielleicht noch kleinere Ausflüge oder eine Städtereise nach Hamburg. Als Ziel für die nächsten Jahre reizt ihn eine Karibikreise mit dem Schiff.

Mit der Familie in die Türkei gereist

Auch der Engelsbrander Bürgermeister Bastian Rosenau ist schon aus dem Urlaub zurück. Er war mit seiner Frau und seinen drei Kindern im türkischen Antalya. Bedenken wegen der Sicherheit hatte er nicht. Von einem erhöhten Sicherheitsaufgebot sei – Wochen vor dem Putschversuch – weder am Urlaubsort noch am Flughafen etwas zu spüren gewesen. Das sei schon im vergangenen Jahr so gewesen, erzählt Rosenau. Die Türkei als Ziel hatte sich die Familie ausgesucht, weil seine Kinder kleine Wasserratten seien und es in den türkischen Hotelanlagen Aquaparks gebe. Das Traumziel Neuseeland haben Rosenau und seine Frau Nathalie auf Jahre verschoben – bis die Kinder aus dem Haus sind, sagt Rosenau lachend.
Das sieht auch der Birkenfelder Bürgermeister Martin Steiner so, der das selbe Traumziel hat und ebenfalls mit drei Kindern in Urlaub fährt. Ende des Monats geht es für zwei Wochen in die Toskana. Hier in der Nähe von Florenz wohnen Steiners auf einem Bauernhof. Geplant ist ein Mix aus Erholung und Aktivität – ein bisschen Kultur, Städte besichtigen und Sport.
Letzteres ist auch Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger wichtig. Er will beim Urlaub an der Adria Joggen und Fahrradfahren. „Das kommt im Alltag zu kurz und ich bin nicht der Typ, der nur am Strand liegt.“ In Punto Sabione bei Jesolo wohnen Bochingers ab Mitte der Sommerferien zwei Wochen in einem Campingwagen. Als Zukunftsziel haben sich Bochinger und seine Familie Sansibar vorgenommen, wo eine Cousine des Bürgermeisters lebt. Aber mit der Reise will der Schultes warten, bis die Kinder älter sind und sich die politische Situation vielleicht entspannt hat.

Viele Kontrollen am Flughafen

Viele Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen hat Heiko Genthner auf den Flughäfen in Frankfurt und New York erlebt. An der Ostküste der USA waren der Bürgermeister von Königsbach-Stein und seine Familie zwei Wochen lang unterwegs, um seinen Sohn zu besuchen, der ein Jahr lang als Austauschschüler bei einer Familie nahe Philadelphia gewohnt hat. In Washington und New York haben Genthners viele Eindrücke gesammelt und sich gewünscht, mehr Zeit zu haben. In einem Jahr ist der Gegenbesuch der amerikanischen Gastfamilie geplant und danach könnte sich Genthner vorstellen, mal die Westküste der USA und Kanada zu besuchen. „Die soll auch sehr schön sein.“