Das futuristische Gebäude hat die Karlsruher Firma Freyler entworfen.
Das futuristische Gebäude hat die Karlsruher Firma Freyler entworfen. | Foto: Freyler

Firma Dach baut in Rastatt

Am Rotacker stapeln sich die Quader

Die Bagger baggern auf der fast 22 000 Quadratmeter großen Fläche an der Baulandstraße neben dem Umspannwerk. Dort wird derzeit die Muttererde abgetragen, um das Gelände für den Neubau der Firma Dach Schutzbekleidung vorzubereiten. Das seit dem Jahr 2009 in Bietigheim ansässige Unternehmen investiert nach Angaben von Geschäftsführerin Ming Gutsche rund sechs Millionen Euro in den Neubau in Rastatt.
Der Umzug ins Gewerbegebiet Rotacker ist für spätestens Oktober 2017 geplant. Nachdem eine Erweiterung des Firmengeländes in Bietigheim nicht genehmigt wurde, musste eine andere Lösung gefunden werden. Während in Bietigheim das gesamte Firmengelände lediglich 4 000 Quadratmeter groß war, ist in Rastatt nun locker Platz für ein Lager allein in eben dieser Größe, dazu kommen noch 600 bis 800 Quadratmeter Bürofläche, erklärt Gutsche im BNN-Gespräch. „Noch ist die Baugenehmigung nicht da, aber wir rechnen bis spätestens September damit. Für die Muttererde haben wir eine entsprechende Teilgenehmigung bekommen.“
Dass die Erweiterung sein musste, leuchtet ein, schließlich habe die Belegschaft in Bietigheim schon nicht mehr gewusst, wo sie alle parken sollen, außerdem seien die Büroräume zu eng gewesen, ein Labor habe bereits zum Büro umfunktioniert werden müssen. Die momentan 16 Mitarbeiter, denen es bisher in Bietigheim zu eng war, werden nach dem Umzug nach Rastatt auch neue Kollegen bekommen. „Die Büroräume sind geplant für 26 bis 29 Mitarbeiter“, erklärt Gutsche. Sowohl Lager als auch Büroräume, die in Form zweier aufeinandergesetzter Würfel von der Karlsruher Firma Freyler Industriebau entworfen wurden, werden ein begrüntes Dach haben. „Es gibt außerdem noch viele spannende Projekte, über die wir nachdenken.“ Ein sogenannter „Cleanroom“ sei angedacht, in dem sterile Produkte für Kliniken nach Bedarf verpackt werden können. „Das würde aber erst für den zweiten Bauabschnitt relevant“, so Gutsche. Zunächst einmal werde etwa die Hälfte der 22 000 Quadratmeter großen Fläche bebaut. „Wir freuen uns“, erklärt Gutsche voll Inbrunst. „Das wird richtig toll.“
Seit Juni betreibt die Firma Dach Schutzbekleidung nach Angaben der Geschäftsleitung auch ein eigenes Büro in Shanghai, wobei es hauptsächlich um Materialbeschaffung und Qualitätskontrolle geht. „Da ist es besser, wenn dauerhaft jemand vor Ort ist.“