Viel los ist an "Hundstagen" am Forchheimer Epplesee.
Viel los ist an "Hundstagen" am Forchheimer Epplesee. | Foto: Bentz

Der Epplesee in Rheinstetten

An „Hundstagen“ Ziel vieler Sonnenhungriger

Fragt man in der Region nach Badeseen fällt meist sofort ein Name: Der Epplesee in Rheinstetten-Forchheim unweit vom Silberstreifen. Geradezu euphorisch schreibt Daniel Flachsbarth, Kenner der hiesigen Bade- und Baggerseen in seinem bei den BNN erhältlichen Führer „Seensüchtig“ über das Gewässer. Der „Epple“ sei von Karlsruhe sehr gut mit der Bahn erreichbar (Stadtbahn S4 Forchheim) und man könne sich die Parkgebühr sparen. Auf der Ostseite befinde sich eine große Liegewiese und um den See herum könne man auf einem feinkörnigen Kiesstrand liegen. Jugendliche und Familien erholten sich hier in den Sommermontanen und könnten auf der Liegewiese spielen. Flachsbarth täuscht sich allerdings mit seiner Einlassung: „Wer mit dem Auto anreist, findet eigentlich immer einen Parkplatz“.

Stadt verteilt viele Knöllchen

Denn es gibt sogenannte Hundstage, sprich wenn der Thermometer über 30 Grad plus hochschnellt, an denen spätestens über die Mittagszeit der große gebührenpflichtige Parkplatz mit Autos überfüllt ist. Dann haben die oft von weit her angefahrenen Sonnen- oder Badehungrigen meist keine Hemmungen mehr ihr Auto auf den Randstreifen entlang der dortigen Kreisstraße und der Messestraße wild zu parken. Zwar hat der Gemeinderat Rheinstetten bereits zu Saisonbeginn eine Verschärfung der Vorschriften für das Wild- und Falschparken auf Rheinstettener Gemarkung vollzogen und angedroht, auch von der Abschleppmöglichkeit Gebrauch zu machen: Dennoch beklagen einzelne Bürger, dass das Vorgehen der Kommune gegen diese Verkehrssünder zu „lau“ sei. Kritik hier: Die neue Rheinstettener Parkverordnung habe keine Erfolg oder es würden noch immer zu wenig Kontrollen gemacht, um Parksünder abzuschrecken. Vom Kreisel am Epplesee werde unerlaubt bis weit in die Messestraße Richtung Edeka Fleischwerk geparkt. Ein ähnliches Bild an heißen Sommertagen sei auch auf der Herrenalber Straße Richtung B36 auf beiden Straßenseiten der Fahrbahnrand voll gestellt mit Autos, so dass es nur schwer sei, für den Rettungsdienst in angemessener Zeit an den Badesee zu kommen. Besonders gefährlich sei der Kreisel selbst, weil durch die vielen dort parkenden Autos das Überqueren der Straße für Fußgänger einem „Spießrutenlaufen“ gleiche. Oberbürgermeister Sebastian Schrempp berichtete, dass der kommunale Ordnungsdienst bei Sommerwetter auch an Sonntagen vor Ort sei, um gegen „Wildes Parken“ vorzugehen. So habe man beispielsweise vorvergangenen Sonntag 60 „Knöllchen“ verteilt. Problem dabei: Die 15 Euro Bußgeld, die erhoben werden, seien zugegebenermaßen zu wenig abschreckend. Und an den bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog sei man nun mal gebunden. Bezüglich den von der Stadt Rheinstetten angekündigten Abschleppaktionen setzt Schrempp auf „Verhältnismäßigkeit“.

OB Schrempp: Es gilt die Verhältnismäßigkeit

Wenn der Parkplatz bereits total mit Fahrzeugen besetzt sei, wäre es aus seiner Sicht schwierig das Abschleppen durchzusetzen.
Außerdem müsse man in Betracht ziehen, dass bis alle Fahrzeuge abgeschleppt seien, ein Zeitraum von mehreren Stunden erforderlich sei, was die Situation für die Epplesee-Besucher nicht besser mache.