Auch der Kiosk am Alten Schloss kann nicht mehr in diesem Jahr reaktiviert werden. Zusammen mit der Gaststätte wird er bis zur Saison 2017 umgestaltet.
Auch der Kiosk am Alten Schloss kann nicht mehr in diesem Jahr reaktiviert werden. Zusammen mit der Gaststätte wird er bis zur Saison 2017 umgestaltet. | Foto: Bernd Kappler

Altes Schloss in Baden-Baden

Umbaupläne reifen

Es bleibt dabei: Aus der Wiedereröffnung der Gaststätte im Alten Schloss hoch über Baden-Baden wird in diesem Jahr nichts mehr und auch der Kiosk auf dem Vorplatz kann nicht mehr in dieser Saison runderneuert werden. Dafür wird es im kommenden Jahr umso schöner, verspricht Andreas Falz, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten. Leider sehe man vor Ort noch nichts, dafür tue sich aktuell im Hintergrund viel. Falz geht davon aus, dass die Planung für die Umgestaltung alsbald abgeschlossen werden kann und dann die Arbeiten beginnen können.

Bekanntlich war der langjährige Pächter der Gastronomie am Jahresanfang in den Ruhestand gegangen. Mit der Rastatter Brauerei Franz, die zwischenzeitlich in den Besitz der Brauerfamilie Scheidtweiler aus Pforzheim übergegangen ist, hatten die Staatlichen Schlösser und Gärten einen neuen Pächter gefunden. Franz-Geschäftsführer Wolfgang Scheidtweiler will bekanntlich das Alte Schloss zu einem Flaggschiff seines Hauses ausbauen. Mit dem Land wurde man sich über eine umfassende Sanierung einig, allerdings kostet die Planung in der unter Denkmalschutz stehenden Ritterburg Zeit.

Denkmalschutz redet mit

Laut Andreas Falz ist diese inzwischen weit gediehen. So soll der Eingangsbereich und der Raumzuschnitt in der Gaststätte geändert werden. Behindertengerechte Toiletten stehen ebenso auf der Agenda wie die Erneuerung des gesamten Küchenbereichs. Und: „Wir müssen einen Notausgang bauen, den es bisher noch gar nicht gegeben hat.“ Mit zahlreichen Behörden hätten Abstimmungsgespräche geführt werden müssen. Jetzt sei man aber sozusagen auf der Zielgeraden. Bis zum Saisonbeginn 2017 soll alles fertig sein. Dazu zählt auch der in die Jahre gekommene Kiosk am Eingang zum Alten Schloss. Die Idee, diesen bereits in diesem Jahr zu reaktivieren, habe man aufgeben müssen, weil hier die Ver- und Entsorgungsleitungen von Grund auf erneuert werden müssten.

Nachts gesperrt: Viele Wanderer sind irritiert.
Nachts gesperrt: Viele Wanderer sind irritiert. | Foto: Bernd Kappler

Bis alles soweit ist, greift das Leerstandsmanagement. Und das kostet das Land Geld, denn seit der alte Pächter nicht mehr und der neue Pächter noch nicht da ist, musste die nächtliche Schließung der Schlossanlage an ein Security-Unternehmen vergeben werden. Zwischen 18.30 und 7.30 Uhr werden die beiden Tore am unteren und oberen Tor verschlossen. Was in den vergangenen Wochen bei Wanderern sauer aufgestoßen ist, denn der Rundweg um den Battert ist in dieser Zeit eben unterbrochen. Und: Wer sich in der Burg aufhält und von der Sicherheitsfirma nicht entdeckt wird, läuft Gefahr, eine Nacht auf dem Alten Schloss verbringen zu müssen. Auf der Yburg, wo gleiches gilt, sei dies schon geschehen.
Hintergrund der nächtlichen Schließung ist, dass auf dem Gelände keine Gelage stattfinden sollen.