Anklage erhoben: Die Staatsanwaltschaft in Offenburg reagiert schnell und konsequent bei Angriffen auf Polizisten.
Anklage erhoben: Die Staatsanwaltschaft in Offenburg reagiert schnell und konsequent bei Angriffen auf Polizisten. | Foto: Keystone

Anklage in Offenburg erhoben

Angriff auf Polizisten wird konsequent verfolgt

Die Staatsanwaltschaft in Offenburg macht ernst mit der Ankündigung, einen Angriff auf Polizisten konsequent und vor allem schnell zu verfolgen. Nur wenige Wochen nach dem Messerangriff auf zwei Polizisten in der Offenburger Innenstadt hat die Behörde jetzt Anklage gegen einen 30-Jährigen erhoben.
Der Mann hatte wie berichtet Ende Juni die Beamten bedroht und das Messer erst weggelegt, als die Polizisten ihre Waffen zogen. Zudem habe er sich bei der Festnahme gewehrt. Sechs Polizisten waren nötig, um ihm die Handschellen anzulegen. Die Anklage laute auf Nötigung, Hausfriedensbruch und Widerstand. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm zwischen sechs Monate und fünf Jahre Haft.

Mit einem Fleischermesser bedroht

Der 30-Jährige war den Angaben zufolge durch eine offene Terrassentür in eine Wohnung eingestiegen, hatte in der Küche ein großes Fleischermesser geholt und damit die Bewohner bedroht. Diese waren geflüchtet und hatten die Polizei alarmiert. Hat die Anklage Erfolg, kommt es zum Prozess vor dem Amtsgericht Offenburg. Einen Termin hierfür gibt noch nicht. Der Mann sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft.

Bedrohte Polizisten ziehen Waffe

Dem weißrussischen Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 29. Juni gegen 18 Uhr durch die geöffnete Terrassentür in eine Privatwohnung eingedrungen zu sein. Dort habe er, so die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung, aus der Küche ein Fleischermesser genommen und damit gezielt in die Richtung der Hausbewohner gefuchtelt, die fluchtartig die Wohnung verließen. Als die Polizei eintraf, si der Mann mit dem Messer in der Hand vor die beiden Polizeibeamten getreten. Diese hätten ihn mehrfach aufgefordert, das Messer aus der Hand zu legen. Erst nachdem die beiden Polizisten die Dienstwaffen gezogen und der Mann wiederholt angeschrien worden sei, habe er das Messer zu Boden gelegt. Bei der anschließenden Festnahme habe sich der 30-jährige vehement gewehrt, so dass insgesamt sechs Polizeibeamte damit beschäftigt gewesen seien, ihm die Handschellen anzulegen.

Bald Hauptverhandlung

Mit einer zeitnahen Anberaumung der Hauptverhandlung sei zu rechnen, teilte die Pressesprecherin der Anklagebehörde, Miriam Kümmerle, gestern weiter mit.