Die Planer der Stadt begutachten eine neue Bushaltestelle.
Die Planer der Stadt begutachten eine neue Bushaltestelle. | Foto: Keller

Baustellen in Baden-Baden

Bis Oktober sind die meisten Strecken frei

Von Georg Keller

Die Umgestaltung der Schwarzwaldstraße im Bereich zwischen der Abfahrtrampe B500 und der Murgstraße liegt im Zeitplan. Bei der Baustellenrundfahrt erläuterte Bürgermeister Werner Hirth nochmals die Ziele, die mit der 1,25 Millionen Euro teuren Maßnahme erreicht werden sollen: Die Verkehrsberuhigung soll den Belangen der Anliegern gerecht werden, seitliche Schutzstreifen die Sicherheit von Radfahrern erhöhen. Der Durchgangsverkehr soll dagegen auf die B500/Europastraße gelenkt werden. Die Fahrbahn wird deshalb auf eine Breite von fünf Meter reduziert. Dadurch entsteht Platz für Parkplätze parallel zur Wohnbebauung. Statt eines getrennten Radweges werden Schutzstreifen eingezeichnet: Radfahrer sollen auf der Straße fahren, da sie dort am besten wahrgenommen werden. Die Maßnahme wird mit 80.000 Euro aus dem Landesverkehrsmittelplan gefördert.
Die Busse der Baden-Baden-Linie halten nicht mehr in Haltebuchten, sondern auf der Straße. Der Durchgangsverkehr wird hierdurch weiter ausgebremst. Dafür können die Busse schneller wieder losfahren, was es erleichtert, die Fahrpläne einzuhalten. Bushaltestellen wie Ampelübergänge werden barrierefrei und blindengerecht ausgebaut: Speziell geriffelte Platten erlauben es, mit dem Blindenstock die Bordsteinkante zu erfühlen. Diese Ausstattung soll nach und nach an allen Haltestellen kommen.
Aktuell laufen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt von der Einmündung Hubertusstraße bis zur Straße „In den Schweigrother Matten“. Hierzu ist eine Einbahnstraßenregelung stadtauswärts eingerichtet. Die Fertigstellung ist laut Bauplan Ende August vorgesehen. Mitte Oktober soll das Anschlussstück bis zur Rampe B500 erfolgen. Der dritte Abschnitt sieht das Teilstück Schweigrother Matten bis zum Baumarkt Wertheimer vor.
„Kopfzerbrechen“ (BM Hirth) bereitet den Planern noch der geplante Kreisverkehr auf Höhe des Parkhauses der Firma Arvato Infoscore: Da dieser Kosten von 3,4 Millionen Euro verursachen würde, wird die Planung nochmals überdacht.
Gestalt nimmt derweil der zweite Kreisel im Stadtteil Haueneberstein am westlichen Ortsausgang an: Durch eine Fahrbahnverschwenkung soll der Verkehr eingebremst werden. Bis Mitte August soll dieser Bereich fertiggestellt sein, im unmittelbaren Anschluss daran geht es weiter in Richtung Ortsmitte: Insgesamt werden rund 230 Meter Fahrbahn saniert. Zudem erfolgt durch einen 2,5 Meter breiten Rad- und Fußgängerweg der Lückenschluss Richtung Oos. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 480.000 Euro, bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt war eine Auflage der Straßenverkehrsbehörde für die Einführung von Tempo 30 und das Lkw-Fahrverbot, erinnerte Bürgermeister Werner Hirth, selbst Hauenebersteiner, an die Vorgeschichte. „Die Anwohner sind froh, dass durch die deutliche Fahrbahnverschwenkung die Geschwindigkeiten reduziert werden“, erklärte Ortsvorsteher Hans-Dieter Boos. Und: „Damit können wir zufrieden sein.“