In der Fridolin-Stiegler-Straße soll ein "Boarding-House" entstehen.
In der Fridolin-Stiegler-Straße soll ein "Boarding-House" entstehen. | Foto: Bernhard Margull

Pläne für Neubau in Bühl

„Boarding-House“ mit 44 Einheiten

In der Bühler Fridolin-Stiegler-Straße könnte bald ein großes „Boarding-House“ entstehen. Ein Investor plant den Bau eines solchen Beherbergungsbetriebs und hat die Stadtverwaltung und den Technischen Ausschuss des Gemeinderats mit seinen Plänen bereits überzeugt. Entsprechende Informationen des ABB bestätigte gestern Oberbürgermeister Hubert Schnurr.
Der potenzielle Bauherr, der aus der Region stammt und viel Erfahrung in der Gastronomiebranche mitbringt, war laut Schnurr bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück auf die Stadtverwaltung zugekommen. Zunächst habe man im Bereich des Umspannwerks in der südlichen Rheinstraße gesucht, sei dann aber auf das Grundstück im vorderen Bereich der Fridolin-Stiegler-Straße gekommen. Die Grünfläche entlang der Straße und die Parkplätze sind im städtischen Besitz. Hier könnte auf rund 2 000 Quadratmetern der Neubau entstehen. Geplant sind insgesamt 38 Wohneinheiten, die sowohl als Einzel- als auch als Doppelzimmer genutzt werden können. Dazu kommen sechs größere Einheiten (Juniorsuiten). Alle Zimmer haben eine Kochgelegenheit. Gastronomische Angebote seien nicht vorgesehen.

„Tolle Planung“

Am Donnerstagabend hat sich der Technische Ausschuss in nicht öffentlicher Sitzung mit dem Vorhaben befasst. Der Bauinteressent habe persönlich eine tolle Planung vorgestellt, berichtet Schnurr, „und die Ausschussmitglieder stehen der Sache sehr positiv gegenüber“. Das Gebäude werde nach Süden viel Glas aufweisen, nach Norden eher geschlossen sein. Die Zimmer sind nach Süden ausgerichtet, nach Norden werden Nebenräume und Technik angeordnet. Auch vom Bedarf für ein „Boarding-House“ sind Stadtverwaltung und Ausschuss überzeugt. Unter einer solchen Einrichtung ist ein Beherbergungsbetrieb zu verstehen, der sich meist an Langzeitnutzer richtet. Das zielt in diesem Fall vor allem auf mittelständische Betriebe, wie Oberbürgermeister Schnurr sagt: „Da gibt es ein entsprechendes Interesse“. Das wisse er auch aus Gesprächen beispielsweise mit der LuK-Geschäftsführung; nicht zuletzt die Pläne des Unternehmens, hier ein E-Mobilitätszentrum aufzubauen, wodurch in Bühl 160 neue Stellen entstehen sollen, sprächen für das Vorhaben. Für LuK-Mitarbeiter wäre der Standort des geplanten Gebäudes ideal, doch hätten auch andere Mittelständler Bedarf an einer solchen Einrichtung: „Das erfahren wir von den Betrieben immer wieder“, so Schnurr.

Es soll zügig vorangehen

Nach der Vorstellung der ersten Pläne im Ausschuss steht als nächster Schritt der Grundstücksverkauf an. Sobald dieser über die Bühne ist, könnte der Bauantrag eingereicht werden, informiert Schnurr, der bereits jetzt signalisiert: „Baurechtlich ist das völlig unbedenklich“. Der Bauherr, der vom ABB gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, wolle das Vorhaben im Übrigen „relativ zügig“ angehen.