Baustellen Bruchsal
STAU-GEFAHR: In der Durlacher Straße wird die Fahrbahndecke saniert. Die Arbeiten sollen bis Mitte August dauern. Dann steht mit dem Umbau der Prinz-Max-Kreuzung eine der größten Straßenbaustellen der vergangenen Jahre in Bruchsal an. | Foto: Streib

Stau-Gefahr in Bruchsal

„Es wird ein heißer Baustellen-Sommer“

Ferienzeit ist Baustellenzeit. Doch diesen Sommer müssen Verkehrsteilnehmer und Anwohner in Bruchsal besonders geduldig sein. Manfred Schmitt von der Straßenverkehrsbehörde der Stadtverwaltung Bruchsal kündigt an: „Es wird ein heißer Baustellen-Sommer.“ Mehrere Baustellen an neuralgischen Verkehrspunkten sind geplant.

Stau-Gefahr in Bruchsal: Umbau der Prinz-Max-Kreuzung

Seit Anfang der Woche sorgen Bauarbeiten in der Durlacher Straße in Bruchsal für erhebliche Verkehrsbehinderungen, doch die empfindlichste Maßnahme kommt im August und wird wohl noch weit über den Sommer hinaus Probleme bringen: Der Umbau der „Prinz-Max-Kreuzung“ der Bundesstraßen B35 und B3. Die größte Bruchsaler Straßenbaustelle der vergangenen Jahre soll nach langen Verzögerungen nun am 22. August starten. Ein Ziel der Maßnahme: Um den Autoverkehr in die Innenstadt zu erleichtern, entsteht auf der von der Autobahn kommenden B 35 eine Linksabbiegespur zur Durlacher Straße in Richtung Innenstadt.

Prinz-Max-Kreuzung Bruchsal
Die „Prinz-Max-Kreuzung“ in Bruchsal wird ausgebaut und bekommt weitere Fahrspuren. | Foto: Heintzen (Archiv)

Auswirkungen auf den Stadtverkehr in Bruchsal unklar

Der Mammut-Umbau soll in mehreren Abschnitten bewältigt werden und insgesamt ein Jahr bestehen. Die Auswirkungen dieser großen Kreuzungsbaustelle auf den Stadtverkehr sind laut Verwaltung noch nicht absehbar, etwa was den „Streuverkehr“ abseits der empfohlenen Umfahrungsstrecken anbelangt. Verkehrsexperte Schmitt erklärt einen weiteren Hintergrund der aufwendigen Baumaßnahme: „Die Fahrbahn wird bis zu 70 Zentimeter ausgegraben.“ Das geschehe, weil der Straßenunterbau in dem Bereich stark beschädigt ist  und ausgetauscht werden muss.

Wegen der neuen Linksabbiegespur in Richtung Innenstadt muss die auf gleicher Höhe befindliche Fußgängerunterführung weichen. Das hatte im Bruchsaler Gemeinderat zu Kritik und Bedenken geführt. Die Verkehrsexperten des für die Maßnahme verantwortlichen Regierungspräsidiums Karlsruhe hatten argumentiert, dass die Verkehrsinseln  dafür jedoch ausreichend seien und die Wartezeit an den Fußgängerampeln sich durch den Umbau halbieren werden. Die zweite Unterführung nordwestlich der Kreuzung beleibt erhalten und soll saniert werden.

Ursprünglich sollte die große Baumaßnahme schon im Spätsommer 2015 direkt nach den Heimattagen beginnen. An Kosten entstehen nach früheren Angaben der Stadtverwaltung Bruchsal rund zwei Millionen Euro, die hauptsächlich vom Bund getragen werden. Auf die Stadt Bruchsal entfalle ein Anteil von schätzungsweise 77.000 Euro, so hieß es.

Prinz-Max-Baustellen etwa ein Jahr

Voraussichtlich ein halbes Jahr wird zunächst auf der B 35 vor und nach der Kreuzung B 3 gearbeitet.  „Es wird nur eine Fahrspur nutzbar sein und daher ist auf der B 35 mit Rückstaus zu rechnen. Die Baustellenampel wird mit der vorhandenen Lichtsignalanlage koordiniert, wie es schon beim Bau der Lärmschutzwand war“, so heißt es. Danach soll nacheinander die halbe Kreuzung auf der Nordhälfte (Durlacher Straße) und Südhälfte (Karlsruher Straße) ausgebaut. „Das dauert dann wahrscheinlich noch mal ein halbes Jahr“, schätzt Schmitt. Etwa ab Januar 2017 soll die eigentliche Kreuzung umgebaut werden. „Es gibt dann auf der B 35 zwei Fahrspuren, so dass es hier keine großen Staus mehr geben wird.“ Der Verkehr der B 3 soll innerörtlich umgeleitet werden. „Besonders die Prinz-Wilhelm-Straße dürfte dann stärker belastet werden“, hieß es.

Durlacher Straße: Straßendecke wird saniert

Ein anderes erhebliches Verkehrshindernis wurde bereits am 25. Juli in der Durlacher Straße eingerichtet. Die Straße ist halb gesperrt und darf nur von Norden her in Richtung B 35 befahren werden. Die Gegenrichtung wird umgeleitet, Ersatzhaltestellen für den Stadtbus sind eingerichtet. Dort wird ab der Zufahrt zum Pennymarkt-Parkplatz bis über die Neutorstraße die Fahrbahndecke erneuert. Die Arbeiten sollen laut Verwaltung bis Mitte August dauern.
Schon zuvor war es in der Kaiserstraße und in der Durlacher Straße zu Behinderungen durch „vorbereitende Baustellen“ gekommen. Dabei wurden laut Verwaltung hauptsächlich marode Kabel oder Leitungsanschlüsse erneuert. „Damit die damit die neu gemachte Straße nicht so bald wieder aufgerissen werden muss“, erklärt Verkehrsexperte Schmitt.

Gute Nachricht aus der Kaiserstraße

Vergleichsweise kleinere Auswirkungen hat die Sperrung der Straße im Campus, die seit gestern ebenfalls saniert wird. Dazu ist zunächst der Bereich vor dem Rathaus im Campus mit dem Standesamt abgesperrt. Später werde ein größerer Teil der Straße saniert. Die Arbeiten sollen Mitte Oktober beendet sein. Eine gute Nachricht gibt es laut Bruchsaler Straßenverkehrsbehörde auch: Die  Sperrung in der Kaiserstraße wurde aufgehoben. Allerdings nur für ein paar Wochen. Schmitt: „Zum Ende der Sommerferien steht auch dort die Sanierung der Straßendecke an.“

Regelmäßig aktualisierte Informationen über Baustellen bietet die Stadt Bruchsal auf ihrer Webseite.