Mit Aussichtsturm: Das geplante Besucherzentrum im Nationalpark
Mit Aussichtsturm: Das geplante Besucherzentrum im Nationalpark | Foto: Sandbiller

Stiftung fördert Nationalpark

Eine Spur wilder

Eine Spur wilder wird die Natur im Nationalpark Schwarzwald. Neben der Tier- und Pflanzenwelt, die sich  ungestört entwickeln darf,  soll   im  Schutzgebiet zwischen Baden-Baden und Freudenstadt  mit dem neuen Besucherzentrum am Ruhestein ein weiterer Magnet entstehen. Für die spektakuläre Holzkonstruktion, die an umgestürzte und übereinanderlliegende Bäume erinnert, gibt es jetzt einen hochkarätigen Geldgeber: Die Bundesstiftung Umwelt  (DBU) fördert die Dauerausstellung zum Nationalparkmotto „Eine Spur wilder“ im neuen Infozentrum mit fast einer Million Euro. Im Herbst 2018 soll die zentrale Anlaufstelle am Ruhestein fertig werden. Die offizielle Inbetriebnahme ist dann nach einer zwei- bis dreimonatigen Probephase im Frühjahr 2019 geplant, sagte Nationalparkchef Wolfgang Schlund. Den Förderbescheid der DBU über fast 973000 Euro wurde  im provisorischen Nationalparkzentrum übergeben. Die DBU ist nach eigenen Angaben einer der größten Stiftung in Europa. Sie fördert innovative und beispielhafte Projekte zum Umweltschutz.

Förderbescheid an Nationalpark über fast 973000 Euro übergeben

Auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern werden in der künftigen Dauerausstellung die Themen Wildnis, biologische Vielfalt und Nachhaltigkeit an interaktiven Elementen veranschaulicht. So kann der Besucher entdecken, was sich zwischen Plättig und Alexanderschanze im Nationalpark nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ entwickeln kann. Geplant ist zudem ein Gastronomiebereich und ein Shop, dazu gibt es Vortrags- und Schulungsräume.  Die Kosten für das Besucherzentrum sind mit rund 18  Millionen Euro veranschlagt. Mit einem zusätzlichen Verwaltungsgebäude steigen die Kosten auf rund 20 Millionen Euro.  Insgesamt waren für die künftige zentrale Anlaufstelle im Nationalpark 163 Vorschläge eingegangen. Das Preisgericht hatte sich schließlich für ein Team aus vier Architekten- und Planerbüros entschieden. Die Federführung hat das Architekturbüro Sturm und Wartzeck aus Dipperz in Osthessen. Für den Neubau, der auf dem Parkplatz gegenüber dem Sikhang am Ruhestein entsteht,  wird durchgängig der Baustoff Holz verwendet. Markenzeichen des Besucherzentrums soll ein mit Holzschindeln bedeckter Aussichtsturm werden, der über eine Brücke mit den lang gestreckten Gebäudeteilen verbunden wird.

 Hier gibt es Infos über den Nationalpark.