Die Verlängerung der Buslinie 206 bis ans Ende der Schwarzwaldstraße nebst Wendeschleife bringt die SPD-Fraktion ins Spiel.
Die Verlängerung der Buslinie 206 bis ans Ende der Schwarzwaldstraße nebst Wendeschleife bringt die SPD-Fraktion ins Spiel. | Foto: Werner Schmoll

SPD in Baden-Baden:

Busse im Ooswinkel?

Der Baden-Badener SPD-Stadtrat Werner Schmoll wird nicht müde, Vorschläge für die Verbesserung des Nahverkehrs im Ooswinkel zu machen. Nachdem er bereits vor einigen Monaten eine Busverbindung von der Schwarzwaldstraße mit einer Brücke über die Oos zur Aumattstraße vorgeschlagen hatte, kommt jetzt namens der Fraktion sein Antrag zur Einrichtung einer Haltestelle „Aumattstadion“ und die Verlagerung der Haltestelle „Ooswinkel“.

Verlängerung der Linie 206 im Ooswinkel

Wobei die Haltestelle „Aumattstadion“ am Ende der Schwarzwaldstraße mit einer Wendeschleife sein sollte. Die Haltestelle „Ooswinkel“ sollte außerdem auf Höhe des Hauses Schwarzwaldstraße 39 neu eingerichtet werden.

Die Verlängerung der Bus-Linie 206 und die Einrichtung einer Haltestelle „Aumattstadion“ mit Wendeplatz wurde aus Schmolls Sicht mehrere Vorteile bringen. Vor allem eine einigermaßen vernünftige Erschließung des Aumattstadions durch den Personennahverkehr und der direkte Anschluss der geplanten Bebauung auf dem ehemaligen Bauhofgelände. Außerdem sei die Verlagerung der immer sehr provisorisch gebliebenen Bushaltestelle „Ooswinkel“ auf der Brücke bei der Murgstraße längst überfällig.

Akrobatische Wendemanöver

Die „akrobatischen“ und oft nicht ungefährlichen Wendemanöver, zu denen die Busfahrer gezwungen seien, um ihr Gefährt in die richtige Position zur Haltestelle zu bringen, müssten endlich ein Ende haben. Schmoll: „Auch für den Fall, dass der Verkehrskreisel dort realisiert wird, halten wir den von uns vorgeschlagenen Standort der Haltestelle ‘Ooswinkel’ für wesentlich verkehrsgünstiger gelegen als den von der Verwaltung angedachten Platz auf der Brücke und bei der Firma Wertheimer/Hagebaumarkt.“

Kommentar zum Thema:

Zugegeben: Eine Realisierung wäre wegen des Baus einer neuen für Busse ausgelegten Brücke über die Oos nicht gerade billig. Der vor Monaten gemachte Vorschlag von Stadtrat Werner Schmoll, die Schwarzwaldstraße mit der Aumattstraße zumindest für den Nahverkehr sowie für Feuerwehr und Rettungsdienst zu verknüpfen war schon nicht schlecht. Die Direktverbindung würde die Busanbindung gleich in zwei Wohnquartieren entscheidend verbessern.

Mit diesem Vorschlag kam Schmoll bislang nicht durch. Man wisse ja nicht, wie die Erweiterung der Ooswinkelsiedlung aussehen wird, hieß es damals im Rathaus. Das steht inzwischen fest. Der gekürte städtebauliche Entwurf weist sogar ausdrücklich eine „Freihaltetrasse“ aus.

Zukunftsmusik bleibt der Vorschlag trotzdem. Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer: OB Margret Mergen machte nach der Vorstellung der bewerteten Entwürfe klar, dass eben auch das Quartier Aumattstraße einer städtebaulichen Überplanung bedürfe. Vielleicht gibt es dann eine Lösung.

Bis dahin könnte mit Schmolls jetzt gemachtem Vorschlag sozusagen geübt werden. Wird der Ooswinkel doch durch die Neubebauung belebt und zwar mit genau jenem Klientel, das gerne auf den Nahverkehr zurückgreift: Senioren, die nicht mehr Auto fahren können oder wollen und junge Familien, deren Kinder ja irgendwie in die Schule kommen müssen. Alles potenzielle BBL-Kunden.