Bereit für die Sanierung: Einer von 90 Räumen im weitläufigen Südostflügel der Illenau.
Bereit für die Sanierung: Einer von 90 Räumen im weitläufigen Südostflügel der Illenau. | Foto: Frank Löhnig

Illenau wird weiter saniert

Der Denkmalschutz bestimmt den Takt

Im September soll es losgehen: Für 3,5 Millionen Euro saniert die Stadt Achern den Südostflügel der Illenau. Die ersten Vorarbeiten durch die Offenburger Arbeitsfördergesellschaft  Afög laufen bereits – in einem Gebäude, in dem auch mehr als 20 Jahre nach dem Abzug des französischen Militärs noch immer letzte Spuren der einstigen Bewohner zu entdecken sind. Die Arbeiten sind ein weiterer Baustein bei der Umwidmung und Wiederbelebung der einstigen Kaserne, ein Schlusspunkt aber sind sie bei weitem nicht. Den noch immer ist unklar, wann der zweite Bauabschnitt des so genannten Kulturforums Realität wird. Der ehemalige Kinosaal harrt ebenso der Erneuerung wir das einstige Maison de France im Anschluss an den Südostflügel.

Arbeit noch nicht erledigt

Über das Kulturform, so Oberbürgermeister Klaus Muttach  bei einem Pressetermin vor Ort, werde im Zuge der nächsten Haushaltsberatungen Ende 2017 zu reden sein; das Maison de France sei dann voraussichtlich zwei Jahr später Thema. Bereits jetzt ist aber klar: Die bislang für die Konversion der Illenau gezahlten üppigen Zuschüsse wird es in Zukunft nicht mehr geben. Schon bei den nun anstehenden Arbeiten am Südostflügel hatte das Land darauf gedrängt, nun bald ans Werk zu gehen. Auf zwei Fördertöpfen ist inzwischen ein Deckel, nun stehen noch Mittel aus einem einzigen Programm zur Verfügung, über die sämtliche Kosten abgerechnet werden müssen. Auch hier tickt die Uhr: Am 30. April 2018 endet auch dort der Bewilligungszeitraum. „Man sagt uns, ihr müsst den Prozess zum Abschluss bringen“, warnt OB Klaus Muttach.

Behörden ziehen ein

Genutzt werden soll der Südostflügel durch kommunale Einrichtungen, Behörden und Verbände. Die Liste der zukünftigen Mieter umfasst die Caritas, die Fachstelle Sucht, die Drogenberatungsstelle, das Energiewerk Ortenau sowie die Leader-Geschäftsstelle. Platz für die Einrichtungen ist reichlich vorhanden: Laut Carmen Weber umfasst der jetzt zu sanierende, vergleichsweise kleine, Teilbereich der Illenau allein rund 90 Räume.