Kinder sind die Hauptdarsteller im "Räuber Hotzenplotz"
Kinder sind die Hauptdarsteller im "Räuber Hotzenplotz" | Foto: dg

Familienstück in Bad Herrenalb

Der Hotzenplotz macht Spaß

Von Dietmar Glaser

Um es vorwegzunehmen: „Der Räuber Hotzenplotz“ als Bühnenstück des Sommernachtstheater in Bad Herrenalb macht richtig Spaß – und das nicht nur den Kindern. Premiere war im historischen Klosterbezirk der Kurstadt.
Nur ganz wenige Sitzplätze blieben bei der ersten Vorstellung frei. Die Zuschauer lachten viel  und gaben den elf Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren auf der Bühne jede Menge Applaus . Gespielt wird die bekannte Geschichte von Otfried Preußler unter der Regie von Andrea Kälber. Kasperl (Manuel Körenzig) und sein Freund Seppel (Stella Ditter) sind die Hauptpersonen der Geschichte. Es gibt kaum eine Szene, in der nicht einer von beiden auf der Bühne steht. Seppel  und  Kasperl gehen voll in ihren Rollen auf. Viel Spielfreude zeigt  auch Elise Meier als Räuber Hotzenplotz. Ihr zur Seite steht Räuber-Azubi Mini Hotzi (Kathi Kraus).

Eine Unmenge Text

„Das könnte ich mir gar nicht merken, so eine Unmenge Text“,  sagte Jochen Borg aus Bad Wildbad voll Anerkennung nach der Premiere . Er war mit seiner Familie gekommen, um das Stück zu sehen. Viel Spaß bringen Wachmeister Dimpfel (Clemens Anger) und sein Kollege Moser (Levente Fehér) ins Spiel. Weil Jungs gerne Polizisten spielen, es im Original aber nur einen Wachmeister gibt, teilte Regisseurin Kälber kurzerhand die Rolle auf. Die emotionalste Szene trägt Inga Knirsch  bei.  Als verzauberte Fee sitzt sie lange Zeit als Kröte in einem Loch. Schuld an ihrem Unglück hat die böse Zauberin Petrosilia Zwackelfrau, die als einzige von einer Erwachsenen (Sabine Neumaier) gespielt wird. Als erlöste Fee Amaryllis ist Cynthia Kubutat  dann die Schönste. Die Brise Koketterie in ihrem Spiel ist hinreißend. Zuletzt sind alle glücklich, auch die Großmutter (Katharina Stepanzow), die ihre vom Räuber geraubte Kaffeemühle wieder bekommt. . Petra Fehér und Emma Kaiser tragen als lebende Requisiten zur märchenhaften Inszenierung des Stücks bei.

120 Probestunden im Vorfeld

„Ich bin oberhappy und sehr stolz auf das Ensemble“,  kommentierte Regisseurin Andrea Kälber. In über 120 Probestunden seien alle Mitwirkenden zu einer großen Theaterfamilie geworden. Einen nicht geringen Beitrag zum Gelingen leisteten auch die Regieassistentinnen Beata Kraus und Sabine Neumaier, die Kostümschneiderin Monika Conrad sowie Licht- und Tontechniker Moritz Bumb.