BOSSE OHNE BINDER: Die Daimler-Manager Dieter Zetsche (rechts) und Wolfgang Bernhard verzichten regelmäßig aufs Tragen der Krawatte, wie hier im Rastatter Mercedes-Benz-Werk.
BOSSE OHNE BINDER: Die Daimler-Manager Dieter Zetsche (rechts) und Wolfgang Bernhard verzichten regelmäßig aufs Tragen der Krawatte, wie hier im Rastatter Mercedes-Benz-Werk. | Foto: dpa

Chefs verzichten auf Krawatte

„Der Knoten ist geplatzt“

Banker ohne Binder – bis vor kurzem war dies noch undenkbar. Doch nun prescht die Volksbank Karlsruhe als große Genossenschaftsbank im Südwesten vor. Unter dem Betreff „Der Knoten ist geplatzt“ haben die Vorstände Andreas Lorenz  und Hubert Meier den Krawatten-Zwang abgeschafft. Man müsse mit der Zeit gehen und sich von „tradierten Gepflogenheiten“ verabschieden, sagte Lorenz den BNN. Auch Top-Manager wie Daimler-Chef Dieter Zetsche verzichteten schließlich immer öfter auf Krawatte. Natürlich werde es auch künftig Termine und Ereignisse geben, bei denen die Banker zum Anzug eine Krawatte tragen sollten – man überlasse es aber deren persönlicher Einschätzung. „Ich habe den Eindruck, dass die Mehrzahl keine Krawatte mehr trägt“, bilanziert Lorenz gut zwei Wochen nach dem Ende der Binder-Pflicht.

Andreas Lorenz, Chef der Volksbank Karlsruhe.
Andreas Lorenz, Chef der Volksbank Karlsruhe. | Foto: jodo

Manager anderer Branchen ziehen schon länger eine legere Kleiderordnung vor: EnBW-Chef Frank Mastiaux  beispielsweise oder dm-Manager Erich Harsch. Aber auch ältere Unternehmer mögen nicht immer den Knoten am Hemdskragen – so etwa Martin Herrenknecht, Boss des Weltmarktführers für Tunnelbaumaschinen, oder WeberHaus-Chef Hans Weber.

 

Erich Harsch steht an der Spitze des Drogeriemarktfilialisten dm.
Erich Harsch steht an der Spitze des Drogeriemarktfilialisten dm. | Foto: jodo
Frank Mastiaux, Vorstandschef der EnBW.
Frank Mastiaux, Vorstandschef der EnBW. | Foto: Hora