Rund 20000 Besucher machten sich seit Beginn der Freibadsaison in diesem Jahr auf den Weg ins Pforzheimer Nagoldbad.
Rund 20000 Besucher machten sich seit Beginn der Freibadsaison in diesem Jahr auf den Weg ins Pforzheimer Nagoldbad. | Foto: Ehmann

Zwischenbilanz in Pforzheim

Die Freibadsaison läuft bisher verhalten

Der diesjährige Juli sei der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, sagt die Nasa. In den Pforzheimer Freibädern hat man davon bisher allerdings nicht so viel gemerkt. Im Vergleich zu den Vorjahren hinken die Besucherzahlen hinterher.
„Im Mai, Juni und Juli kamen insgesamt rund 20 000 Menschen ins Nagoldbad“, erklärt Florian Best von dem städtischen Eigenbetrieb Goldstadtbäder. Im Vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum 34 000. „2015 war aber ein besonders heißer Sommer, das hat man natürlich auch an den Zahlen gemerkt.“ Im Jahr 2014 waren es hingegen 23 000 – also in etwa so viele wie bisher in diesem Jahr.
Auch das Wartbergbad kann mit seinem Rekord des vergangenen Jahres diesmal nicht mithalten. „In den drei Monaten bisher kamen 35 000 Besucher“, sagt Best. 2015 waren es von Mai bis Juli doppelt so viele. Aber auch 2014 sah besser aus als das aktuelle Jahr. 49 000 Besucher seien es damals gewesen.

Ende der Freibadsaison abhängig vom Wetter

„Freibäder sind eben maßgeblich vom Wetter abhängig. Schwankungen machen sich hier stark bemerkbar“, so Best. Man hoffe nun auf einen guten August. Laut Bäderchef Bernd Mellenthin sind die Freibäder auf jeden Fall bis zum Ende der Ferien geöffnet. Ob es darüber hinaus geht, hänge vom Wetter ab. „Die Bäder stehen in jedem Fall gut da und es gibt keinen Grund zur Sorge“, merkt Best an.
Unruhen und andere Probleme seien in den Pforheimer Freibädern kein Thema, merkt Best an. „Wir machen da auch sehr viel. Der Förderverein zeigt Präsenz und spricht auch direkt mit Leuten, falls etwas auffällig ist.“ Im Wartbergbad sei zudem der Stadtjugendring mehrmals pro Woche mit Angeboten vor Ort.

„Burkinis in Pforzheim kaum ein Thema“

„Übergriffe von Flüchtlingen gab es in Pforzheim nicht und es gab auch keine Beschwerden in dem Hinblick“, sagt Mellenthin. Die derzeit kontrovers diskutierten Burkinis seien in Pforzheim kaum ein Thema. „Es gibt natürlich Vorgaben für Badekleidung, an der sich die Gäste orientieren sollen. Und soweit es mir bekannt ist, sind Burkinis nicht erlaubt.“ Es habe aber auch keine Beschwerden diesbezüglich gegeben.

Hallenbäder „gut besucht“

Trotz der sommerlichen Temperaturen sind aber auch die Hallenbäder „recht gut besucht“. In den zwei Monaten seit Wiedereröffnung seien es im Stadtteilbad Huchenfeld bereits 1 600 Besucher gewesen“, erklärt Best. „Das ist mehr als 2014.“ Vor allem die Nachfrage nach Schwimmkursen sei groß, das Angebot wolle man weiter ausbauen. Im Emma-Jaeger-Bad seien es im Juli, der erste Monat nach Wiedereröffnung, bereits 10 000 Badegäste gewesen. „Da muss man abwarten, wie sich das entwickelt.“ Man rechne aber damit, dass sich die Zahlen bei 13000 bis 14 000 Besuchern pro Monat einpendeln.