Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde für seinen Appell zu mehr Firmengründungen mit viel Beifall bedacht.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde für seinen Appell zu mehr Firmengründungen mit viel Beifall bedacht. | Foto: Haendle

Ministerpräsident im ZKM

Kretschmann will neue Gründerzeit

Bei Firmengründungen im Land muss es „künftig so richtig flutschen“, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestern Abend bei seinem Besuch des Code_n-Festivals im Karlsruher ZKM. Vor den zahlreichen Jungunternehmern kündigt er einen Abbau monatelanger bürokratischer Hürdenläufe für Startups an. Helfen sollen dabei sogenannte „One-Step-Shops“.

Höchste Fünfjahres-Überlebensquote

Bei der Qualität von Startup-Gründungen sei das Land bereits spitze, was die bundesweit höchste Fünfjahres-Überlebensquote zeige. Als positive Beispiele für Ausgründungen nannte er das Karlsruher Institut für Technologie und die Hochschule Aalen. Bei der Quantität von Firmengründungen müsse der Südwesten noch deutlich zulegen. „Wir wollen das Tor zu einer neuen Gründerzeit weit aufstoßen“, erklärte der Regierungschef.

Roter Teppich für Digitalpioniere

Kretschmann und seine Landesregierung wollen vor allem den Digitalpionieren den roten Teppich ausrollen. So wolle der Südwesten die technische Infrastruktur stark ausbauen. „Auf unseren Daten-Highways darf es keine 30er-Zonen mehr geben“, sagte der Grünen-Politiker und verwies auf die Förderung des kommunalen Breitbandausbaus durch das Land in Höhe von 325 Millionen Euro.

Glasfasernetz für alle

Mittelfristiges Ziel sei das Glasfasernetz für alle, betonte Kretschmann, der das Engagement von Code_N-Initiator Ulrich Dietz lobte. Für das Festival geben es keinen geeigneteren Ort als das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien, erklärte der Ministerpräsident. Es handele sich schließlich um einen Ort, an dem täglich daran gearbeitet werde, „etablierte Grenzen zu überschreiten.“