Nach eienr  Explosion im KIT führte die Feuerwehr Messungen auf Schadstoffe in der Luft durch.
Nach eienr Explosion im KIT führte die Feuerwehr Messungen auf Schadstoffe in der Luft durch. | Foto: dpa

Gefährliche Chemikale

Doktorandin experimentiert – Explosion im KIT

Die Explosion im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) am Freitagabend ist offenbar durch ein Experiment mit einer gefährlichen Chemikalie verursacht worden. Bei der Verpuffung wurde ein Labor auf dem Campus Süd verwüstet, Verletzte gab es keine.

Explosion verwüstet Labor im KIT

Wie die Polizei mitteilte, hatte am Freitagnachmittag eine 26jährige Doktorandin  im KIT Gebäude 30.42 im Fritz-Haber-Weg 6 einen Versuch mit Dichlormethan durchgeführt. Dieser Stoff sowie das daraus resultierende Trocknungsmittel mussten mit Wasser gekühlt werden. Gegen 16.40 Uhr ging  nach Einschätzung der Frau von den Chemikalien keine Gefahr mehr aus. Sie verließ daraufhin das Gebäude. Gegen 17.45 Uhr kam es dann jedoch zu einer Verpuffung in dem Laborraum im ersten Obergeschoss. Die Wucht war so enorm, dass eine  Tür aus dem Rahmen gerissen wurde  und mehrere Fensterscheiben zu Bruch gingen.

Keine Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt

Die Menschen, die sich im Gebäude befanden, konnten sich noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Wie die Feuerwehr mitteilte, ergaben Messungen auf Schadstoffe in der Luft keine Gefahr für die Bevölkerung und die Umwelt. Die Reste des Versuchsaufbaus wurden geborgen und in einen speziellen Lagerraum auf dem KIT-Gelände gebracht. Der Schaden war gestern noch nicht exakt bezifferbar, wer wurde aber auf einen Betrag im unteren fünfstelligen Bereich geschätzt.