Strahler nachthimmel Karlsruhe Stadtgeburtstag Juni 2015
Strahler nachthimmel Karlsruhe Stadtgeburtstag Juni 2015

Ein Jahr nach KA300

Erinnerung an den Karlsruher Stadtgeburtstag

Ein Jahr nach KA300: Zeit für die Erinnerung an den 300. Karlsruher Stadtgeburtstag.

32 Lichtsäulen ragen in den Nachthimmel. Vom Turmberg aus blickt ein putzmunterer Karl Wilhelm auf seine Stadt und überreicht Oberbürgermeister Frank Mentrup eine Tulpe. Und im Pavillon im Schlossgarten feiern die Zuhörer begeistert das Sternstunden-Konzert.

Erinnerung an den Stadtgeburtstag

Exakt ein Jahr ist es her, dass Karlsruhe in den 300. Stadtgeburtstag startete.
Vom 17. Juni, dem Tag der Grundsteinlegung des Schlosses, bis zum 27. September, dem Tag der Veröffentlichung des Privilegienbriefes, wurde gefeiert.

Karl Wilhelm überreicht OB Frank Mentrup eine Tulpe
Karl Wilhelm überreicht OB Frank Mentrup eine Tulpe | Foto: jodo

15 Wochen Festivalsommer, 101 Tage Programm, mehr als 500 Veranstaltungen und über eine Million Besucher: Das ist die Bilanz in Zahlen. Was mindestens so beeindruckt, ist die Begeisterung, mit der noch heute viele über den Sommer 2015 sprechen.

Freiheit

Unvergessen ist die große Auftaktshow am Schloss, in deren Vorfeld das Wetter übrigens dem aktuellen ganz ähnlich war. Dunkle Wolken standen am Himmel, aber es regnete nicht, als Schauspieler und Tänzer des Staatstheaters durch die 300-jährige Geschichte der Stadt führten und auf der Schlossfassade unter anderem einflussreiche Frauen und später zentrale Werte wie „Freiheit“ erstrahlen.

Gänsehautmomente

Gänsehautmoment folgte beim Auftakt des Stadtgeburtstags auf Gänsehautmoment, 40 000 Zuschauer waren begeistert, beeindruckt, mitgerissen. Und so war es immer wieder in diesem Jahr, in dem Karlsruhe ein Sommermärchen erlebte. Herzstück des Ganzen war ohne Frage das Areal um das Schloss. Es war bei KA300 ein Treffpunkt, ein Ort zum Verweilen.

Die Schlossfassade wurde zur Riesenleinwand
Die Schlossfassade wurde zur Riesenleinwand | Foto: jodo

Magnet Schlosslichtspiele

Selbstverständlich trugen dazu die allabendlichen Schlosslichtspiele bei – die das ZKM verantwortete. Auch das schwebende Haus über dem Marktplatz und der gebogene Truck des Künstlers Erwin Wurm steuerte die Kulturinstitution ergänzend zur Globale bei – es entstanden Bilder vom Stadtgeburtstag, die um die Welt gingen.

Der Pavillon

Und auch wenn ihn mancher als Mikadohaufen schmähte: Es gibt viele, denen der hölzerne Pavillon fehlt und die wehmütig auf den inzwischen verwaisten Platz hinterm Schloss schauen, an dem einst das Leben pulsierte. Mal gingen hier Partys ab. Dann wurde auf hohem Niveau über zentrale Themen der Zeit gesprochen. Es gab Theater, Konzerte, Kino – und nebenbei vom Dach der Konstruktion einen völlig neuen Blick auf das Schloss. Jung und Alt, Alteingesessene und Zugezogene, die Karlsruher und viele Besucher von außen feierten zusammen.

Alle machten mit

Vom Wäscherinnenlauf in Bulach über das in Daxlanden gefaltete größte Papierboot der Welt bis zur Lese- und Kulturmeile auf der Hirschbrücke: Alle Stadtteile brachten sich ein, die Menschen waren dabei, allen voran die über 300 Volunteers, die – in auffallendem Blau gekleidet – das Gesicht des Festivalsommers waren.

Das Volunteerprogramm geht nach dem Karlsruher Stadtgeburtstag weiter. Noch immer sind Bewerbungen möglich, auch Nicht-Karlsruher können Teil des Teams werden und sich einbringen. Wer dabei sein will, hier registrieren. Und auch Schlosslichtspiele sowie den morgendlichen Frühsport wird es wieder geben im Jahr nach dem Sommermärchen – das nicht nur eine schöne Erinnerung ist, sondern Karlsruhe ohne Frage positiv beflügelt.

Buchtipp

Zahlreiche Impressionen des Festivalsommers – Fotos wie Anekdoten und Analysen – sind festgehalten im Buch „Karlsruher Sommermärchen“, das zum Preis von 19,90 Euro in allen BNN-Geschäftsstellen und im Buchhandel erhältlich ist.