Dieser Riesenbohrer hat den Tunnel unter der Stadt gegraben.
Dieser Riesenbohrer hat den Tunnel unter der Stadt gegraben. | Foto: jodo

Was bedeutet U-Strab?

Ein Tunnel unter der Stadt

Oh je – das war knapp! Der Straßenbahnfahrer kann gerade noch bremsen, als eine Frau mit Kinderwagen über die Schienen läuft. Glück gehabt! In Karlsruhe gibt es ab und zu gefährliche Verkehrssituationen wie diese. Ganz besonders in der Fußgängerzone mit ihren vielen Geschäften, Eisdielen und Cafés. Vielleicht habt ihr es auch schon einmal erlebt: Ihr wollt die Kaiserstraße überqueren und schaut nach links: Da kommt die S5, die nach Wörth fährt, dann die Linie 6 nach Rappenwört und die 4. Jetzt könnte man eigentlich rüber, aber – stopp – da kommt von rechts noch die S11 nach Ettlingen. Fast jede Minute eine Bahn. Ganz schön nervig. Von wegen Fußgängerzone!

Stadt wird auf den Kopf gestellt

Damit die Menschen in Karlsruhe in Zukunft ohne Gefahr gemütlich einkaufen, Eis essen und einen Schaufensterbummel machen können, wird unter der Fußgängerzone in der Kaiserstraße und unter dem Marktplatz ein Tunnel gebohrt. Darin sollen mal die Bahnen fahren. Das alles ist ein Mega-Projekt. Die Verlegung der Straßenbahnschienen unter die Erde ist – erstens – super-teuer und – zweitens – dauert das alles ewig. Die Bauarbeiten für die „U-Strab“, das Wort steht für U-Bahn und Straßenbahn, sind schon voll im Gang. Deshalb gibt es seit ein paar Jahren schon in der Innenstadt so viele Baustellen, Absperrungen, riesige Wasserrohre, die quer über die Straße verlaufen, Bagger, Krane und lautes Presslufthammergetöse. Um das Loch für den Tunnel zu bohren, hat sich eine 85 Meter lange Tunnelbohrmaschine wie eine Raupe zwei Kilometer lang unter der City durchgefressen. Wenn alles gut geht, könnte in drei Jahren die erste Bahn durch den Tunnel rollen.