Ralf Schink stellt seine  elektronische Harfe auf der Code_n vor. Der Berliner Pianist entwickelte das Instrument in jahrelanger Arbeit gemeinsam einem kleinen Team von Software-Ingenieuren und Laserexperten.
Ralf Schink stellt seine elektronische Harfe auf der Code_n vor. Der Berliner Pianist entwickelte das Instrument in jahrelanger Arbeit gemeinsam einem kleinen Team von Software-Ingenieuren und Laserexperten. | Foto: jodo

Musik aus Licht

Staunende Blicke auf der Code_n: die Laserharfe

Die Luft in dem kleinen Glaskubus ist zum Schneiden. 15 Besucher stehen eng gedrängt auf wenigen Quadratmetern, draußen drückt sich eine weitere Gruppe am Glas die Nasen platt. Trotz Wärme und mangelndem Sauerstoff umgeben Ralf Schink strahlende Gesichter. Denn er macht aus Licht Musik.

Technik trifft Kultur

Der 50-jährige Berliner Jazzpianist hat gemeinsam mit einem kleinen Team aus Software-Ingenieuren und Laserexperten eine elektronische Lichtharfe geschaffen, die er auf der Code_n präsentiert. Und sich damit perfekt an seine Umgebung, das ZKM, anpasst: Technik trifft Kultur. Greift Schink mit seinen weißen Handschuhen in einen der grünen Strahlen, erklingt ein weicher, schwingender Ton – je nach Strahl und Abstand vom Boden höher oder niedriger. „Die technische Herausforderung bestand vor allem darin, einen Klang ohne Verzögerung zu erzeugen“, erklärt er. „Außerdem wollten wir Gestaltungsmöglichkeiten, zum Beispiel beim Hall und der Klangfarbe.“

Das Unikat wird konstant weiterentwickelt

Fünf Jahre arbeiteten der Musiker und seine Kollegen an dem E-Instrument, 2013 stand der Prototyp. Als fertig würde Schink das Unikat dennoch nicht bezeichnen: „Es ist eine konstante Entwicklung. Man will ein neues Stück spielen und dabei fällt einem auf, welche Funktion man noch haben will.“ Die ersten Lichtharfen gab es bereits in den 1980er Jahren. „Das war natürlich mit der Technik unseres Instruments nicht zu vergleichen“, erklärt der Musiker. Auch heute sei die Harfe des Berliner Teams die absolute Spitze des technisch Möglichen.

Der Sponsor: Trumpf

Das sieht offenbar auch das Technologieunternehmen Trumpf so, das Schink für seine Auftritte auf der Code_n sponsert. Ob sich eine längerfristige Kooperation der kreativen Gruppe mit dem Ditzinger Unternehmen ergibt, steht noch nicht fest. „Es würde auf jeden Fall gut passen – Trumpf arbeitet ja auch intensiv mit Lasern“, sagt Schink.

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