Bis 2020 ist der Flugplatz in Baden-Baden noch für die Segelflieger nutzbar. Was danach wird, ist im Moment ungewiss.
Bis 2020 ist der Flugplatz in Baden-Baden noch für die Segelflieger nutzbar. Was danach wird, ist im Moment ungewiss. | Foto: Bernd Kappler

Baden-Baden

Flugplatz mit ungewisser Zukunft

Wie es mit dem Segelflugplatz in Baden-Oos in Zukunft weitergeht, bleibt vorerst in der Schwebe. Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen erklärte jetzt gegenüber dem Gemeinderat, dass sie angesichts der PFC-Belastung auf bisher vorgesehenen Gewerbeflächen und einer Anfrage der Flugvereine auf Vertragsverlängerung bereits im Sommer das Thema aufgenommen und ausführlich im Ältestenrat besprochen habe.

Mit Vereinen zu Flugplatz im Gespräch

„In der Tat sieht es so aus, dass wir wegen des Naturschutzgebietes und der Nähe zur Autobahn die Gewerbeflächen nicht weiter nach Westen ausdehnen können“, führte sie aus. Sie sei sich aber auch darüber im Klaren, dass für den historischen Flughafen und die Segelflugvereine keine andere Fläche zu finden sei.

Durch die anhaltenden Niederschläge im Frühjahr bis in den Juli hinein konnten die Flugfans nicht starten und fragten deshalb im Sommer an, ob sie das Fluggelände wegen der Nässe auffüllen könnten. „Und da von dieser Maßnahme auch weitere Gebäude und die Abstellhallen für die Flugzeuge betroffen wären bedeutet das umfangreiche Investitionen, weshalb die Vereine den Wunsch äußerten, die Laufzeit für den Mietvertrag von den bisher üblichen fünf Jahren auf 20 bis 25 Jahre aufzustocken“, erläuterte Margret Mergen. Angesichts der nach wie vor ungelösten PFC-Problematik auf den bislang vorgesehenen Gewerbeflächen sei es aber nicht klug, sich diese Ausweichlösung längerfristig zu versperren.

Verlängerung bis 2020

Es habe ausführliche Gespräche mit den Vereinen gegeben deren Vertrag Ende 2018 endet. „Angesichts der PFC-Problematik soll der Mietvertrag nun erst einmal bis 2020 verlängert werden, dadurch haben alle genügend Zeit, um die Hausaufgaben bei diesem Thema zu erledigen“, so Margret Mergen. Ungeachtet dessen hoffe sie natürlich, dass alsbald eine Lösung für die betroffenen Gewerbeflächen mit dem Regierungspräsidium gefunden werde. Die Rathauschefin gab sich jedoch realistisch in der Einschätzung, dass dies wohl in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht der Fall sein werde.
Es liefen bereits Gespräche mit dem Regierungspräsidium bezüglich der Nutzung der Flächen in Oos-West. Die alternative Ansiedlung sei grundsätzlich denkbar und sei auch schon positiv beantwortet worden.

Schulterschluss mit Regierungspräsidium

„Wir suchen bei dieser Fragestellung rund um die PFC-Problematik und Gewerbegebiete den Schulterschluss mit dem Regierungspräsidium. Dieser Dialog ist sehr wichtig für unsere städtebauliche Entwicklung für die Zukunft. Wir müssen zunächst die grundsätzlichen Hausaufgaben erledigen und dann kann sich der Gemeinderat bis zum Jahr 2020 wieder erneut mit dem Thema befassen“, beendete Margret Mergen vorerst die Debatte.

http://bnn.de/nachrichten/vier-jahre-gnadenfrist-fuer-segelflieger

http://bnn.de/nachrichten/wird-flugplatz-gewerbegebiet