Von der Gruppendynamik profitieren diese Teilnehmer der „Karlsruniversity“ seit Mai. Inge Zimpelmann (links), Tina Rihm (dritte von links) neben Jan Breitweg und Uwe Zimpelmann (Mitte) berichten in den BNN von ihren Erfahrungen und Erwartungen der Vorbereitung auf den 34. Fiducia & GAD Baden-Marathon.
Von der Gruppendynamik profitieren diese Teilnehmer der „Karlsruniversity“ seit Mai. Inge Zimpelmann (links), Tina Rihm (dritte von links) neben Jan Breitweg und Uwe Zimpelmann (Mitte) berichten in den BNN von ihren Erfahrungen und Erwartungen der Vorbereitung auf den 34. Fiducia & GAD Baden-Marathon. | Foto: Anne Weiss

Fit für den Baden-Marathon

„Karlsruniversity“: Gemeinsam trainiert es sich leichter zum Ziel

Kurz vor dem Baden-Marathon ist „Karlsruniversity“ fast startklar

Man kann schon ohne körperliche Ertüchtigung ganz schön ins Schwitzen kommen an diesem Abend. Vor der Karlsruher Europahalle steht die Luft, hüllt dicht und warm die rund 20 Menschen in bunten Sportklamotten ein, die sich am Rande der Günther-Klotz-Anlage versammelt haben. „Normalerweise wäre an einem solchen Tag die Couch verlockender als durch die Hitze zu laufen. Aber dieser Termin ist gesetzt“, sagt Jan Breitweg. Er ist einer der Teilnehmer der „Karlsruniversity“. Das Angebot bereitet im dritten Jahr Läufer auf den Fiducia & GAD Baden-Marathon vor, den die BNN als Medienpartner begleiten.
Zweimal wöchentlich und manches Mal am Wochenende treffen sich die Sportler für Läufe in unterschiedlichen Geschwindigkeitsgruppen – von 6:15 Minuten pro Kilometer, über 6:45 bis zur „Slow-Runner“-Gruppe, die es etwas gemütlicher angehen lässt. Gut einen Monat vor dem Startschuss an der Messe in Rheinstetten am 25. September stehen dieses Mal zwölf Kilometer auf dem Trainingsplan.

Beim Befolgen des Trainingsplans gehen die Methoden auseinander

Apropos Trainingsplan: Bei diesem Stichwort fallen schnell die Unterschiede bei den Trainingsmethoden der Teilnehmer auf. Jan Breitweg etwa hat sich das Ziel gesetzt, seinen zweiten Halbmarathon in unter zwei Stunden und 30 Minuten zu bewältigen. Der Weg dorthin? „Ganz einfach eigentlich. Ich bin immer zum Training gekommen und auch Samstags bei vielen längeren Runden mitgelaufen“, erklärt er schulterzuckend und lacht. Gestartet ist er zunächst als „Slow-Runner“, jetzt läuft er meist in einer kleinen, ein wenig zügigeren Gruppe, die sich aus dem Angebot herauskristallisiert hat.

Auf jeden Lauf freu ich mich jetzt

Während der 51-Jährige darüber hinaus aber nur ab und an auf seinen individuellen Trainingsplan schielt, hält sich Tina Rihm genau an die Vorgaben. Die 48-Jährige will ihren ersten Marathon schaffen. Die Zeit seit dem Start der Gruppe im Mai hat sie als unheimlich lehrreich empfunden, betont Rihm. Die besten Tipps habe sie aber nicht nur auf den Vorträgen gesammelt, die zum Angebot der Karlsruniversity gehören, sondern im Gespräch während der Läufe. „Auf jeden Lauf freu ich mich jetzt. Das liegt an der Vorbereitung, aber auch daran, dass schon Freundschaften entstanden sind. Vorher hatte ich dagegen schon Bauchschmerzen vor längeren Läufen“, sagt sie. Ein längerer Lauf, das ist für Rihm alles über 22 Kilometer. Mittlerweile liegt hinter ihr bereits eine 34-Kilometer-Strecke. „Das Training in der Gruppe gibt mir unheimlich viel Mut, um zu sagen, jetzt schaffe ich einen Marathon. So langsam schleicht sich aber auch ein bisschen Ehrgeiz ein, der über die Idee vom ,gut und lachend Ankommen‘ noch hinausgeht.“

Zum Angebot der Karlsruniversity gehören nicht nur die gemeinsamen Läufe. Ergänzt wird es etwa durch Athletiktraining und Vorträge.
Zum Angebot der Karlsruniversity gehören nicht nur die gemeinsamen Läufe. Ergänzt wird es etwa durch Athletiktraining und Vorträge. | Foto: Weiss

Ganz verschieden ist der Ehrgeiz bei diesen beiden ausgeprägt: Uwe und Inge Zimpelmann laufen in unterschiedlichen Gruppen auf zweierlei Ziele hin. In unter vier Stunden und 30 Minuten will Uwe Zimpelmann den Marathon absolvieren, seine Frau trainiert fürs Ankommen auf der halben Distanz von 21,1 Kilometern. Während Inge Zimpelmann manchmal noch ein wenig die Zweifel plagen, ist sich ihr Mann sicher, dass beide ihr Ziel erreichen: „Jetzt könnte nur noch eine Verletzung dazwischen kommen.“ Von Konkurrenz also keine Spur, betont die 51-Jährige. Aber: „Ich würde mir schon wünschen nicht als Letzte anzukommen“, sagt Inge Zimpelmann. „Hauptsache“, sagt sie augenzwinkernd: „ich komme nicht nach meinem Mann an.“

Näheres zur Laufgruppe gibt es unter www.karlsruniversity.de. Infos und Anmeldung zum Baden-Marathon: www.badenmarathon.de.