Gleisbau: In der Schillerstraße sind die Schienen gesperrt
Der Gleisbau sorgt für die Schienenblockade: Keine Bahn kann in den Sommerferien von der Kaiserallee in die Schillerstraße fahren. | Foto: jodo

Nahverkehr in den Sommerferien

Karlsruher Gleisbau zerreißt Straba-Netz

Nie war es so zerrissen wie heute: Das Karlsruher Straba-Netz ist in diesen Sommerferien wegen der vieler Behinderungen durch den Gleisbau  nur noch sehr eingeschränkt funktionstüchtig.

Gleisbau sorgt für Umwege

Der Gleisbau setzt die Fahrgäste wegen der vielen Umleitungen  in der Hitze einer Geduldsprobe aus. Die Umleitungen oder Busse als Bahnersatz bedeuten erheblich längere Fahrzeiten und eine Ausdünnung des Fahrplans. Zudem muss mit verstärkter Unpünktlichkeit gerechnet werden.
Dem Bahnverkehr bleibt durch den Gleisbau bis zum Ferienende am 11. September im Westen und im Osten der Kernstadt teilweise lediglich eine Route, auf der sich alle Linien drängeln müssen – so sie nicht wie die Linie 5 komplett eingestellt sind.

Im Westen sind zwei Gleisäste tot: Die Hardtbahn S 1/S 11 von der Station Klinikum entlang der Nordweststadt und durch Neureut bis zur Endstation Hochstetten.

Auch kein Zug rollt in diesem Sommer mehr in der Weststadt durch die Schillerstraße und zwischen Kühlem Krug und Weinbrennerplatz.

Gottesauer Platz gesperrt

In der Oststadt ist die Haupttrasse Durlacher Allee unterbrochen. Dabei wird ab Montag auch die Querung für die Autos am Gottesauer Platz für sechs Wochen gesperrt.

Dazu kommt an diesem Wochenende noch die Unterbrechung des Adenauerrings am Durlacher Tor (Achtung: auch für die Autos!) Dann muss der ganze Schienenverkehr auf der Südostbahn laufen, sonst ist wenigstens auch die Fahrt über die Station „Hauptfriedhof“ als Umweg möglich.

Hinzu kommen mit Auswirkungen für die Autofahrer der Haltestellenbau in der Ebertstraße bis Oktober sowie in der ersten Septemberwoche zwei Schienenwechsel beim Bahnhofplatz.

Der Schienenbausommer 2016 mit den gewaltigen Einschnitten ins Nahverkehrsnetz hängt also nur zum Teil wie in der Durlacher Allee, wo die Gleise seitlich der U-Strab-Rampe eingebaut werden, mit dem U-Strab-Bau zusammen. In der Hauptsache geht es um die Sanierung und die Modernisierung von Haltestellen und Schienen.

Wie geplant angelaufen

„Alle Baumaßnahmen sind wie geplant angelaufen“, bestätigt Thomas Rupp, Bauabteilungsleiter der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). Er erläutert im Einzelnen:

Gleisbau bei St. Bonifatius in der Schillöerstraße
„Aufbruchstimmung“ in der Schillerstraße. Bei St. Bonifatius sind die Schienen herausgerissen. | Foto: jodo

Schillerstraße ist blockiert

Das Gleisdreieck auf dem Weinbrennerplatz, das die Schienen der Schiller-, Kriegs- und Gartenstraße verbindet, wird komplett ausgewechselt. Parallel werden die Gleisbögen in der Schillerstraße auf Höhe der Sophienstraße erneuert. Dort müssen die Autofahrer durch eine Schikane mit Ampel. Völlig dicht ist die Schillerstraße an der Kaiserallee. Auch dort werden die Gleisbögen zum Anschluss an den durch diese Arbeiten unbeeinträchtigten Schienenweg ersetzt. Der Autoverkehr auf der Kaiserallee wird dabei verschwenkt, zumal beim Rückbau der früheren Station „Schillerstraße“ auf der Kaiserallee der Fußgängerüberweg umgebaut wird.

Asphalt für die Kriegsstraße

Kriegsstraße Zudem können die Straßenbahnen während der Ferien ohnehin nicht durch die Westliche Kriegsstraße zwischen Weinbrennerplatz und Kühlem Krug rollen, weil dort das Tiefbauamt in vier Abschnitten einen neuen Fahrbahnbelag einbringt.

Busse rollen auf der Hardtbahn

An der Hardtbahn sanieren VBK und AVG sechs Haltestellen zwischen „Klinikum“ und Hochstetten, darunter „Haus Bethlehem“, „Welschneureuter Straße“ und „Kirchfeld“. Die S 1 dreht deshalb nach der Fahrt durch die Moltkestraße in der Wendeschleife an der B 36. Die Ersatzbusse rollen durch die Hertzstraße.

Gleisanschlüsse in Durlacher Allee

Bis zum 11. September werden in der Durlacher Alle die neuen Gleise neben der Rampe am Durlacher Tor und am Gottesauer Platz angebunden sein.

Nähere Informationen zur  eingeschränkten Linienführung bieten die VBK.