Das Geld soll fließen für den Autotunnel in der Kriegsstraße
Der Autotunnel in der Kriegsstraße kann nun kommen. | Foto: jodo

Baustart im Frühjahr 2017

Grünes Licht für Tunnel Kriegsstraße

Einer Vergabe der Bauarbeiten für den Autotunnel unter der Karlsruher Kriegsstraße als Teil der Kombilösung steht nichts mehr im Wege. Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) teilte  mit, dass die Finanzierung des Umbaus der Kriegsstraße gesichert sei. Die Vergabe der Bauarbeiten war seit eineinhalb Jahren durch den Bundesrechnungshof blockiert.

Unterstützung durch Ministerien

Inzwischen drohte dadurch sogar eine Neuausschreibung und eine erhebliche Zeitverzögerung. Das Bundesverkehrsministerium habe gegenüber dem Bundesrechnungshof bestätigt, dass es weiter von der Wirtschaftlichkeit der Kombilösung – und damit der Förderfähigkeit ausgeht, so der OB auf einer Pressekonferenz. In den vergangenen Tagen habe das Landesministerium für Verkehr klar gemacht, Auszahlungen für die Kriegsstraße wieder zu bewilligen. „Das ist ein guter Tag für Karlsruhe,“ sagte OB Mentrup. Der Stopp eines bereits laufenden Vergabeverfahrens sei ein „bundesweit einmaliger Vorgang“ gewesen, so der Oberbürgermeister gestern. Noch im Herbst soll nun die Baufirma ausgewählt und beauftragt werden, im April sollen die Arbeiten für den Tunnel unter der Kriegsstraße beginnen. Bisher plante man mit Kosten von 225 Millionen Euro.

Das war nicht in Ordnung

Aufatmen bei den politischen Parteien in Karlsruhe über den Durchbruch beim Kriegsstraßen-Umbau, aber auch Kritik vom baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Bundesverkehrsministerium: „Vom Verfahren her war das nicht in Ordnung“, kritisierte Hermann gestern mit Blick auf die Berliner Förderpolitik in Sachen Kriegsstraße und betonte, das Land habe Karlsruhe gegenüber dem Bund unterstützt, damit das Projekt weitergeführt werden kann. Der Bundesrechnungshof hat sich in dieser Sache bisher noch nicht öffentlich geäußert.