Durch eine malerische Landschaft führt der "Schwarzwaldtrail" in Sasbachwalden. Derzeit endet er am Spinnerhof (Bildmitte).
Durch eine malerische Landschaft führt der "Schwarzwaldtrail" in Sasbachwalden. Derzeit endet er am Spinnerhof (Bildmitte). | Foto: Roland Spether

Ausbau des „Schwarzwaldtrails“ für Mountainbiker in den Kernort stockt

Grundstücksbesitzer bremsen Streckenplaner aus

Von Roland Spether

 

Der geplante Ausbau des „Schwarzwaldtrails“ in Sasbachwalden hinab in den Kernort gestaltet sich schwierig. Wie die Streckenplaner gegenüber den BNN bestätigen, fehlen hierfür noch Zusagen zweier Grundstückseigentürmer. Besser sieht es in der anderen Richtung aus: Die Erweiterung nach oben, in Richtung der Schwarzwaldhochstraße, soll noch in diesem Herbst beginnen. In einem ersten Bauabschnitt sollen der bisherige Einstieg zur Mountainbike-Strecke an der Bushaltestelle „Grashöhe“ oberhalb der Brandmatt und der Bereich rund um die künftige Tierwelt am Breitenbrunnen miteinander verbunden werden. Der „Schwarzwaldtrail“, so die Vision der Macher, soll eines Tages über 1 000 Höhenmeter von der Hornisgrinde bis hinab nach Sasbachwalden führen.

Warten auf Zustimmung

„Wir haben eine fertige Planung des Trails mit Vermessungen und Zusagen der Ämter, nun fehlen nur noch die Unterschrift und das grüne Licht für die Baufreigabe“. Dass diese möglichst bald erfolgt und die Mitglieder des Bikesportvereins Sasbachwalden mit dem Streckenbau vom Spinnerhof bis zur Pumptrack in der Ortsmitte beginnen können, erhoffen sich Martin Schumacher (Projektleiter) und Thomas Blochinger vom Bereich Streckenplanung und Streckenbau.
Aktuell werden die Biker für den unteren Ausbau der „MTB-Arena“ durch Grundstückseigentümer ausgebremst. Für den oberen Bereich vom Startplatz „Grashöhe“ bis zum Breitenbrunnen, zur B 500 und zur Hornisgrinde sind die Perspektiven dagegen sehr gut. Denn in diesem Herbst soll mit dem Bau einer ersten Teilstrecke in Richtung Breitenbrunnen begonnen werden.

Der "Schwarzwaldtrail" in Sasbachwalden zieht an guten Tagen bis zu 150 Mountainbiker an.
Der „Schwarzwaldtrail“ in Sasbachwalden zieht an guten Tagen bis zu 150 Mountainbiker an. | Foto: Roland Spether

Strecke parallel zur Gaishölle geplant

„Wir hatten einen Ortstermin mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde, des Forstes, der Waldwirtschaft und des Baurechtes und alle signalisierten ihr Einvernehmen“, so Martin Schumacher. Weiter erklärte der Projektleiter Streckenbau, dass eine fertige Planung und Vermessung für die mögliche Strecke parallel zur Gaishölle auf einer Breite von 40 bis 60 Zentimetern bereits vorliege, die nach Auffassung des Bikesportvereins und der Gemeinde auch eine sinnvolle Lösung sei. Diese führe durch Wald und nicht durch Wiesen, Reben und Felder, so dass gerade auch auf die Bewirtschaftung und den Naturschutz größten Wert gelegt wurde.
„Wir wollen nicht gegen die Natur, sondern mit der Natur arbeiten“, so Martin Schumacher, was in der favorisierten Planung auch nach Auffassung der Fachbehörden gewährleistet sei. Im oberen Bereich würde der Verein über das dortige Biotop eine Holzbrücke bauen und auf die Natur Rücksicht nehmen, auch bei dem Trail durch den Wald habe man auf alles geachtet, um zu einer einvernehmlichen Lösung mit den Eigentümern zu kommen. Sollten diese Fällarbeiten oder sonstige Arbeiten vornehmen, würde die Strecke für den Zeitraum der Waldarbeiten gesperrt.

Streckenbauer prüfen Alternativen

Bei der Planung wurden auch zwei Alternativen für die Weiterfahrt ab dem Spinnerhof geprüft, doch beide wurden aus unterschiedlichsten Gründen verworfen. So würde der Mühlenweg das Jahr über stark von Wanderer frequentiert und ein Anliegen des Streckenbaus und letztlich der Mountainbiker sei es, eine Trennung von Wanderern und Bikern anzustreben. Eine weitere Alternative wäre, an dem kleinen Parkplatz an der L 86 einzusteigen und dann die Strecke weiter entlang des Bachlaufes zu führen. Aber auch diese Lösung wird als wenig praktikabel erachtet.
„Wir hoffen jetzt nicht nur auf die neue Bürgermeisterin Sonja Schuchter, sondern auf die Bürger, dass die die Chancen des Projektes für ganz Sasbachwalden erkennen“, so Martin Schumacher und Thomas Blochinger. Wichtig sei dem Verein, möglichst alle Belange der Bürger, Anlieger und Ämter zu berücksichtigen, wie dies auch im oberen Teil mit dem bisherigen Schwarzwald-Trail und im Blick auf den weiteren Ausbau den Verantwortlichen der Anima-Tierwelt geschehen sei. „Hier kommen wir gut aneinander vorbei“.

Mountainbike-Strecke wird gut angenommen

Dies müsste auch im unteren Bereich möglich sein, denn letztlich habe der Trail nur dann einen Sinn, wenn er von der Hornisgrinde in den Ort reiche. Dies nicht nur aus sportlichen Gründen, sondern auch aus touristischen, denn so eine Strecke mit einer Länge von zehn Kilometern und 1 000 Höhenmetern bedeute ein „absolutes Alleinstellungsmerkmal“. „Wir haben jetzt schon an guten Tagen 150 Biker auf der Strecke, ähnliche Strecken gibt es nur in den Alpen“. Mit dem Trail von der „Grinde“ ins Dorf, der MTB-Schaeffler-Arena und dem Gesamtkonzept des Bikesportvereins mit Angeboten für jedes Alter und unterschiedlichste Ansprüchen würde Sasbachwalden ein touristisches Glanzlicht haben, das Mountainbiker von weither anziehe und der ganzen Gemeinde zugute komme.