Im Dialog mit der Kunstszene der Metropole: Der neu eröffnete Berliner Salon des Museums Frieder Burda versteht sich als Ausstellungsraum und als Forum für internationale Gegenwartskunst.
Im Dialog mit der Kunstszene der Metropole: Der neu eröffnete Berliner Salon des Museums Frieder Burda versteht sich als Ausstellungsraum und als Forum für internationale Gegenwartskunst. | Foto: pr

Museum Burda hat Salon Berlin

Schaufenster öffnet sich nach Baden-Baden

Ein neuer Ort für Begegnungen, Austausch und Inspiration: Der Salon Berlin des Baden-Badener Museums Frieder Burda dient als Schauraum des Museums und der Sammlung und öffnet so ein Fenster nach Baden-Baden, wo weiter ein umfangreiches Ausstellungsprogramm im Fokus steht. Eng mit dem Museum in der Bäderstadt verbunden, stellt der Salon Berlin unter der kuratorischen Leitung von Patricia Kamp die vielfältigen Aspekte des Museumsprogramms und der Sammlung Frieder Burda vor.

Im Dialog mit der Kunst der Metropole

Dabei versteht sich der Ausstellungsraum ebenso als Forum für internationale Gegenwartskunst. Er ist zugleich Schaufenster und Experimentierfeld des Museums Frieder Burda. Mit aktuellen Themenausstellungen, Einzelpräsentationen und Events tritt der Salon Berlin in Dialog mit der vitalen Kunstszene der Metropole. Er befindet sich in der ehemaligen jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße. Die Räume direkt gegenüber den KW Institute for Contemporary Art sind durch die 4. Berlin Biennale 2006 bereits erstmals im Kunstkontext eingeführt.

Ort der Inspiration

Seit einigen Jahren sind in dem Gebäudekomplex nun verschiedene Kunsteinrichtungen und Galerien ansässig. Anknüpfend an die Salonkultur versteht sich der Salon Berlin als Ort des Austauschs und der Inspiration – sowohl zwischen künstlerischen Positionen der Historie und der Gegenwart als auch zwischen Museum und Künstlern und nicht zuletzt zwischen Baden-Baden und Berlin.

Kuratorin und Stifter: Patricia Kamp leitet den Berliner Salon mit Werken aus der Sammlung von Frieder Burda.
Kuratorin und Stifter: Patricia Kamp leitet den Berliner Salon mit Werken aus der Sammlung von Frieder Burda. | Foto: pr

Unter der künstlerischen Leitung von Patricia Kamp, in Berlin ansässige Kuratorin und Mitglied der Familie Burda, dienen die 230 Quadratmeter großen Räume in Zukunft für verschiedene Formate. Kamps Ziel ist es, die Sammlung in die Zukunft weiterzuführen und lebendig zu halten: „Ich freue mich, für unsere in Baden-Baden ansässige Sammlung nun diese geradezu ideale Location in Berlin eröffnen zu können. Wir sind hier nicht nur Büro, das die Verbindung Berlin– Baden-Baden koordiniert, nicht nur informative Anlaufstelle, die vermittelt, welche Arbeit rund um die Sammlung und das Museum in Baden-Baden heute geleistet wird. Wir sind vor allem auch unabhängiger Ausstellungsraum, der eine Auswahl aus den Highlights unserer so umfangreichen Sammlung an einem Ort mit hohem Besucherinteresse präsentiert – und zugleich den Dialog mit einer jüngeren Künstlergeneration sucht.“

Eine spannende Herausforderung

Mit dem erfolgreichen Ausstellungsprojekt „JR“, das 2014 im Baden-Badener Stadtraum wie im Museum Frieder Burda stattfand, hat Patricia Kamp diesen Ansatz für das Haus bereits praktiziert.
Frieder Burda, Gründer und Stifter des Museum Frieder Burda, ergänzt: „Eine Sammlung, ein Museum bleibt nur lebendig und wird nicht statisch, wenn sie sich weiterentwickelt. Eine Brücke von Baden-Baden nach Berlin als Zentrum der internationalen Kunstwelt zu schlagen und hier eine erweiterte Wahrnehmung zu erfahren, ist daher für uns alle eine spannende Herausforderung.“

Erstes Projekt ist der Deutsche Expressionismus

Das erste Ausstellungsprojekt: Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke – die Werke des Deutschen Expressionismus in seinem Elternhaus stellten für Burda die erste Begegnung mit der Kunst dar. So wurden sie zur Grundlage für eine Sammlung, die über Jahrzehnte bis in die aktuelle Gegenwart erweitert wurde. Eine Auswahl von expressionistischen Meisterwerken bildet daher den Auftakt zu einer Ausstellungsreihe, die den wichtigsten Schwerpunkten der Sammlung Frieder Burda gewidmet ist.

Sehnsucht nach der Natur dominiert

Wie Momentaufnahmen lassen die Werke in „Das Schöne, das ich suche“ die Themen anklingen, die die Malerei des frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland beschäftigen: die Faszination der Stadt, die Sehnsucht nach der Natur und einem ursprünglichen Leben, nach echtem Empfinden.      BNN

Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Museums Frieder Burda.