"Lage ist unvorhersehbar"

Hochwasser-Alarm in Kehl

Der Wasserstand des Rheins hat am Messpunkt Kronenhof in Kehl am Mittwochmorgen den Grenzwert von vier Metern überstiegen. Die Feuerwehr und der städtische Betriebshof haben an den Zugängen zum Rheinvorland vorsorglich Warnschilder aufstellen lassen und den Strom für die Beleuchtung am UFO abgeschaltet. Am Kulturwehr wurde die ökologische Flutung der Polder veranlasst. Am Mittwochnachmittag ist der Wasserpegel wieder auf knapp unter vier Meter gesunken, wie Viktor Liehr von der Feuerwehr Kehl berichtet. Starkregen könnte die Situation jedoch jederzeit wieder verändern, erklärt er: „Die Lage ist unvorhersehbar.“ Am Wochenende könne damit gerechnet werden, dass der Pegel erneut einen Höchststand erreicht. Die Prognosen richten sich nach dem Rheinpegel von Hauenstein bei Basel, wo am Freitag mit einem Wasserstand von über neun Metern gerechnet wird. „Das Rheinbett ist in Kehl jetzt schon bis zur Oberkante gefüllt“, sagt Feuerwehrkommandant Gerhard Stech, „spätestens Freitag oder Samstag wird das Hochwasser aus der Schweiz auch hier ankommen.“