Ein weitläufiger Wasserpark soll bis 2018 in Rust entstehen. Erste Vorarbeiten laufen schon.
Ein weitläufiger Wasserpark soll bis 2018 in Rust entstehen. Erste Vorarbeiten laufen schon. | Foto: Bernhard Rein

Baugenehmigung noch im Sommer?

In Rust entsteht ein gigantischer Wasserpark

Viel Geld investiert der Europa-Park in Rust in eine weitläufige Badelandschaft und ein weiteres Hotel. Die Bürgerbeteiligung ist weitgehend abgeschlossen, die ersten Arbeiten zur Vorbereitung des Mammutprojekts laufen bereits.  Mit den Baugenehmigungen rechnet der Europa-Park in diesem Spätsommer, danach wird zunächst mit dem Hotelbau und dann mit dem Aqua-Park gestartet. Eröffnungstermin: Hotel im Sommer 2018, Aqua-Park im Herbst 2018.

Größte Investition in Park-Geschichte

Wellenbad, Strömungskanal, Wild River, Surfsimulator und natürlich Wasserrutschen in allen erdenklichen Variationen – das alles erwartet die Besucher im Wasserpark. Etwa 140 Millionen Euro wird das Unternehmen für eine 12 000 Quadratmeter große Halle mit Wasserattraktion und das Hotel ausgeben. Es ist die bisher größte Investition des 1975 gegründeten Freizeitparks. Parkchef Roland Mack ist überzeugt, dass es langfristig keine Alternative zum Wasserpark-Projekt gibt: „Es ist für die Familie eine Frage der Standortsicherung.“ Ein klarer Trend in der Branche gehe zu Kurzurlauben – also zum Mehrtagesausflugsziel. Deshalb brauche der Park neben Achterbahnen neue Attraktionen, um die Besucherzahlen zu halten. Ziel sei es, die Aufenthaltsdauer der Besucher zu verlängern.

Indoor-Bereich ganzjährig geöffnet

Der 12 000 Quadratmeter große Indoor-Bereich des Wasserparks soll das ganze Jahr geöffnet sein; das in der ersten Ausbaustufe etwa 2 500 Quadratmeter große Freigelände von Mai bis September. Das trage zu einer besseren Auslastung der parkeigenen Hotels und der privaten Beherbergungsbetriebe in der Umgebung bei, so Mack. Auf Dauer, so seine Prognose, sei es notwendig, mehr Hotelbetten anzubieten, weshalb der Europa-Park parallel sein sechstes Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Schwimmhalle“ baue.

Für Impulse weit gereist

Um sich Impulse für die Planung des Wasserparks zu holen, ging die Mack-Familie in vielen Wasserparks auf der ganzen Welt baden – etwa auf Teneriffa, in Orlando und Wisconsin. Obwohl das Konzept bis in seine Feinheiten steht, wirkt der sonst visionäre Unternehmer ungewohnt nachdenklich. Immer wieder betont er, dass es einen Unterschied ausmache, einen Freizeitpark erfolgreich zu leiten und zugleich einen Wasserpark aus dem Boden zu stampfen. Pro Jahr werden 400 000 bis 600 000 Besucher erwartet.