Besucher des Ausbildungstag bei IWK in Blankenloch lassen sich Marco Heilig, der Zerspanungsmechaniker lernt, über seinen Beruf informieren.
Besucher des Ausbildungstag bei IWK in Blankenloch lassen sich Marco Heilig, der Zerspanungsmechaniker lernt, über seinen Beruf informieren. | Foto: Manzey

Ausbildungstag in Stutensee

Berufserkundung für angehende Azubis bei IWK

Von Christel Manzey

Die Frage des Ausbildungsplatzes ist nicht nur für die künftigen Auszubildenden, sondern auch mehr und mehr für die Betriebe von essenzieller Bedeutung: Facharbeiter werden bei IWK-Verpackungstechnik  ebenso gebraucht wie Ingenieure.  Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, sich vorher, ehe man sich nach der Schule oder nach dem Abitur für einen Beruf entscheidet, gründlich zu beschnuppern und sich gegenseitig kennenzu lernen. Dies gilt für junge Leute und Unternehmen gleichermaßen.

Offene Türen im Ausbildungszentrum

Die Firmen IWK- Verpackungstechnik und BOA-BKT Balg- und Kompensatoren-Technologie in Blankenloch riefen deshalb zum alljährlichen„Tag der Ausbildung“. Von Azubis für Azubis: Gleich am Eingang wird man als Besucher von den Auszubildenden der beiden Unternehmen begrüßt, die in der Blankenlocher Lorenzstraße ihr gemeinsames Ausbildungszentrum betreiben. Melanie Carle und Sina Mannherz sind beide im ersten Lehrjahr zur Industriekauffrau mit der Zusatzqualifikation  Außenhandelsassistentin. Ihnen gefällt besonders gut, dass sie das erste Lehrjahr komplett im Betrieb verbracht haben, statt in der Schule zu sein. „Das ist einfach viel besser, so kann man gleich zu Beginn einiges an Praxiserfahrung sammeln“, sagen die beiden jungen Frauen.
Im Inneren zeigen weitere Azubis, welche Möglichkeiten sich bei den beiden Unternehmen für Interessierte bieten. Zwischen den großen Maschinen steht Mirco Heilig. Er ist im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker und hatte selbst einen solchen Tag der Ausbildung besucht, bevor er sich für einen Beruf und die Bewerbung entschied. Dass diese Entscheidung für seinen Betrieb goldrichtig war, ist er sich heute sicher.

Noten sind zweitrangig

Für künftige Azubis hat er auch gleich einen Ratschlag: „Eure Noten sind eigentlich zweitrangig. Meine waren auch nicht so gut. Am Ende kommt es nur darauf an, dass man sich richtig präsentieren kann, in der Bewerbung und später beim Gespräch.“ Der Leiter des Ausbildungszentrums, Torsten Finck, hält sich an diesem Tag eher zurück. „Die Azubis stehen heute im Vordergrund“, meint er schmunzelnd. Derzeit sind dort 56 Azubis beschäftigt, im Herbst kommen 13 neue dazu.
Neben den klassischen Ausbildungs-berufen gibt es dort auch die Möglichkeit eines Studiums. Dafür interessiert sich Simon Vogel. Der 16-Jährige wurde in der Schule auf das Informationsangebot des Ausbildungszentrums aufmerksam gemacht. Es ist der erste Betrieb, den er sich angesehen hat. Aber, erzählt er, was er gesehen habe, gefalle ihm bislang sehr gut.