Trauer im Zoo Karlsruhe um den Schneeleoparden Assam
Der Schneeleopard Assam starb an seinen Verletzungen | Foto: Zoo Karlsruhe

Tier stirbt nach Narkose

Karlsruher Zoo verliert Schneeleoparden

Traurige Nachrichten gibt es aus dem Karlsruher Zoo: Schneeleopard Assam wurde am Sonntag mit blutender Nase in der großen Außenanlage am Lauterberg von Tierpflegern entdeckt. Er wurde in Narkose gelegt, tierärztlich untersucht und versorgt. Assam wachte aus der Narkose wieder auf, starb jedoch in der folgenden Nacht, teilte der Zoo mit. Nach der ersten pathologischen Untersuchung wird ein Kampf unter den Tieren als Todesursache des 2008 im Zoo Pilsen in Tschechien geborenen Katers angenommen.

Schneeleopard hatte Bissverletzungen

Assam hatte mehrere Bissverletzungen im Gesichtsbereich und zahlreiche Hämatome. „Die Gruppe mit Julika und dem Nachwuchs hat bis zu diesem Zeitpunkt wunderbar harmoniert, da ist es besonders schlimm, Assam so zu verlieren“, sagt Clemens Becker. Es wird jetzt Gespräche mit dem zuständigen Koordinator des Erhaltungszuchtprogramms für Schneeleoparden geben, der entscheiden muss, wie es mit der Karlsruher Gruppe weitergeht. Der Karlsruher Zoo hoffe, so Becker, „dass wir wieder eine Zuchtgruppe um Julika aufbauen können“.
Die Zoobesucher müssen sich nicht nur von Schneeleopard Assam verabschieden, sondern auch von Fennek Fix. Der Wüstenfuchs ist zehn Jahre alt geworden. Er war krank, hatte einen Tumor, heißt es in der Pressemitteilung des Zoos. „Unsere Tierärztin konnte ihn nur noch erlösen“, so der stellvertretende Zoodirektor Clemens Becker. Für das Fennek-Weibchen Foxy wird aktuell nach einem weiteren Fennek gesucht, mit dem sie in Zukunft zusammenleben kann.

Nachwuchs bei Affen

Nachwuchs dagegen gab es bei den Affen im Zoo: Die Geburt bei Rotscheitelmangaben-Weibchen Kano hatte sich mit ersten Blutungen freitags bereits angekündigt, am Samstag war es dann soweit. Kano, selbst im Jahr 2008 geboren, bekam ihr zweites Jungtier, teilte der Zoo gestern mit. Die Mutter kümmert sich sehr gut um das Neugeborene. Auch die im vergangenen Jahr zur Welt gekommene Schwester Daya schaut regelmäßig vorbei und sucht die Nähe zur Mutter und zu dem Kleinen. Das Geschlecht des Affenbabys ist noch unbekannt, so die Zoo-Verantwortlichen.