Auf dem Hinweisschild stehen noch beide Namen. Der Begriff star.Energiewerke setzte sich nie richtig durch.
Auf dem Hinweisschild stehen noch beide Namen. Der Begriff star.Energiewerke setzte sich nie richtig durch. | Foto: Collet

Umfrage in Rastatt

Kehren Stadtwerke zu altem Namen zurück?

Bei den star.Energiewerken wird über eine Rückkehr zum alten Namen „Stadtwerke“ nachgedacht. „Es ist richtig, dass wir im August eine Umfrage hatten“, erklärt Prokurist Volker Bunte auf Anfrage der Badischen Neuesten Nachrichten. Im Laufe von zwei Wochen sei die Bekanntheit des Unternehmensnamens ermittelt worden. Ein Ergebnis konnte Bunte jedoch noch nicht nennen.
Der Aufsichtsrat der star.Energiewerke hatte sich mit einer Umbenennung befasst, im Oktober werde darüber erneut debattiert, so Volker Bunte weiter. Bis dahin wollte man das Thema mit einer Umfrage unterfüttern. Wer in Rastatt indes mit Bürgern spricht, wird meist den alten Namen Stadtwerke hören, der künstliche Name star.Energiewerke kommt kaum vor.
Tatsächlich sind die Stadtwerke auch gar nicht vollständig verschwunden, denn damit wird der Verbund aller Einrichtungen bezeichnet. Dazu gehören neben dem Versorger auch die Bäder, das Industriegleis und der Stadtverkehr. Wasser, Strom und Gas liefern wiederum die star.Energiewerke, sie gehören ebenfalls zum Gesamtverbund der Stadtwerke. Mit dem von den star.Energiewerken erwirtschafteten Gewinn werden die anderen Sparten der Stadtwerke teilweise bezuschusst.
Für den Bürger ist diese Konstruktion, der sogenannte Querverbund, nur schwer zu durchschauen. Dies könnte auch der Anlass gewesen sein, die Namensgebung zu überdenken. Wann diese in Kraft träte, sofern der Aufsichtsrat zu einem entsprechenden Ergebnis käme, ist offen.

Die star.Energiewerke haben 130 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei über 50 Millionen Euro pro Jahr. Neben Gas, Wasser und Strom werden auch Wärme und Kälte angeboten.