Auf dem ehemaligen Firmengelände in der Dietlinger Mörickestraße will die Gemeinde Keltern nun doch keine Flüchtlinge unterbringen. Anwohner hatten im Sommer gegen die Pläne der Gemeinde protestiert. Foto: Archiv/Ehmann
Auf dem ehemaligen Firmengelände in der Dietlinger Mörickestraße will die Gemeinde Keltern nun doch keine Flüchtlinge unterbringen. Anwohner hatten im Sommer gegen die Pläne der Gemeinde protestiert. Foto: Archiv/Ehmann

Asylunterkunft in Dietlingen

Keine Flüchtlinge auf Firmengelände

Von Torsten Ochs

Auf dem ehemaligen Firmengelände in der Mörikestraße in Dietlingen wird es keine Asylbewerberunterkunft der Gemeinde geben. Das hat Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger mitgeteilt. Wie berichtet, hatten sich einige Anwohner der Mörikestraße dagegen gewehrt, dass Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht werden. Unter anderem weil sie Lärmbelästigung befürchteten.

 Wohnungen für Anschlussunterbringung  gemietet

Die Gemeinde hatte geplant, das ehemalige Firmengebäude in der Mörikestraße 1-3 in Kooperation mit einem Investor zu einer Unterkunft für 60 Flüchtlinge mit Bleiberecht umzubauen. Acht Wohnungen sollten auf zwei Stockwerken entstehen und die äußere Hülle des Gebäudes im Wesentlichen unverändert bleiben. Die Gemeinde hat für die Anschlussunterbringung mehrere einzelne Wohnungen angemietet, um den Bedarf für Keltern zu decken, da sich das Genehmigungsverfahren verzögert hat.

Keine weiteren Flüchtlinge für Keltern

Das Landratsamt Enzkreis habe in einer Besprechung mit den Kommunen in der vergangenen Woche dargelegt, dass zu den derzeit in Keltern untergebrachten Flüchtlingen voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres  keine weiteren Asylbewerber untergebracht werden müssen, so Bochinger. Für den Übergang in die Anschlussunterbringung biete der Landkreis zum Teil die bisherigen Unterkünfte für die Erstunterbringung nun den Gemeinden zum Kauf oder zur Miete an. Dies habe dazu geführt, dass das Projekt in der Mörikestraße von der Gemeinde Keltern zunächst nicht mehr weiterverfolgt werde, so der Bürgermeister weiter.

Wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes nicht gegeben

Eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes wäre auf Grund dieser Prognosen für die Gemeinde aktuell nicht gegeben, deshalb habe sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung  dagegen ausgesprochen, das Gebäude langfristig zu mieten. Die Gemeinde hat dem Investor angeboten, bei der Suche nach Fördermitteln behilflich zu sein, um eine dauerhafte Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen, so Bochinger.