Das KIT steht im Report des EU-Förderprogramms "Horizont 2020" auf Platz acht.
Das KIT steht im Report des EU-Förderprogramms "Horizont 2020" auf Platz acht. | Foto: dpa

Drittmittel machen KIT spitze

KIT ist beste deutsche Uni bei EU-Förderprogramm

Mit einer Fördersumme von rund 46 Millionen Euro ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die erfolgreichste deutsche Universität im Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ der Europäischen Union. Das belegt der erste Monitoring Report, den die EU Kommission jetzt zu ihrem Förderprogramm veröffentlicht hat. Unter den europaweit 50 besten Einrichtungen der Sekundar- und Hochschulbildung erreicht die Universität durch die Drittmittel aus dem EU-Topf Platz acht, wie das KIT mitteilt.

Im Report wird das KIT bei den Universitäten aufgeführt, schneidet aber auch im Vergleich mit den 50 besten Forschungseinrichtungen sehr gut ab. Hier würde die Universität Platz sieben erreichen und wäre damit ebenfalls die beste deutsche Einrichtung auf der Liste, heißt es weiter vom KIT, dass im Oktober 2009 aus der Fusion von Universität und Forschungszentrum Karlsruhe entstand.

Indiz für die grenzüberschreitende Vernetzung

Das EU-Programm „Horizont 2020“ startete im Jahr 2014 und läuft bis 2020. Es ist das Hauptinstrument der Europäischen Union zur Förderung von Wissenschaft, technologischer Entwicklung und Innovation. Das Gesamtbudget des Programms umfasst rund 75 Milliarden Euro. Datenbasis für den Monitoring Report ist die offizielle Vertragsdatenbank der EU-Kommission E-Corda, die alle unterzeichneten Bewilligungen erfasst.  „Dass wir mehr als 40 Prozent unseres Haushalts aus Drittmitteln bestreiten, zeigt die Forschungs- und Innovationsstärke des KIT“, sagt Präsident Holger Hanselka. „Neben den Drittmitteln aus Bund und Land sowie der Industrie gewinnen die Fördergelder der EU zunehmende Bedeutung. Denn sie sind ein Indiz für die grenzüberschreitende Vernetzung mit europäischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie und zeigen die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Einrichtung. Wir sind daher stolz darauf, beim EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation die erfolgreichste Universität in Deutschland zu sein.“

Der Report soll künftig jährlich aktualisiert werden. Das sind weiterhin gute Aussichten für das KIT, sollte sich die Beteiligung ähnlich weiterentwickeln wie in der jüngsten Vergangenheit: Stichtag für den aktuellen Monitoring Report war der 1. Dezember des vergangenen Jahres. Bis zu diesem Termin war das KIT bereits an 58 Projekten in „Horizont 2020“ beteiligt – inzwischen sind es mehr als 80, wie die Universität betont. Mit seinem Abschneiden knüpft das KIT darüber hinaus an die Erfolge im siebten Forschungsrahmenprogramm der EU an, das seine Fortsetzung in „Horizont 2020“ findet: Aus dem Vorgängerprogramm flossen in den Jahren 2007 bis 2013 bereits rund 128 Millionen Euro EU-Mittel an die Karlsruher Universität.

Insgesamt machten Drittmittel im vergangenen Jahr übrigens 42 Prozent des Gesamthaushaltes des KIT aus. So warb die Universität im Jahr 2015 rund 358 Millionen Euro an Drittmitteln ein – der Gesamthaushalt betrug indes rund 861 Millionen Euro. Zu den Drittmitteln zählen neben den Geldern aus dem EU-Förderprogramm insbesondere auch solche aus Förderprogrammen des Bundes, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie nicht zuletzt aus Industrie und Wirtschaft.