Kronospan-Werk in Bischweier
Seit 2011 ist das Kronospan-Werk in Bischweier stillgelegt. | Foto: Janke

Werk in Bischweier

Kronospan kriegt mehr Zeit

Das Regierungspräsidium Karlsruhe verlängert die Genehmigung der Kronospan GmbH für das Spanplattenwerk in Bischweier um drei Jahre bis Ende Februar 2020. Kronospan hatte Ende April einen entsprechenden Antrag gestellt. Im Frühjahr hatte das Regierungspräsidium dem Spanplattenwerk die Erlaubnis erteilt, künftig vor allem Altholz oder recyceltes Holz in der Spanplattenproduktion einzusetzen. Diese Erlaubnis war allerdings mit der nachträglichen Auflage verbunden worden, dass die Produktion erst dann wieder aufgenommen werden darf, wenn die Anlage die Emissions- und Immissionsgrenzwerte einhält.

Werk liegt seit 2011 still

Hintergrund des Antrags ist, dass eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung erlischt, wenn die Anlage drei Jahre lang nicht in Betrieb war. Dies trifft auf das aktuell außer Betrieb stehende Spanplattenwerk in Bischweier zu. Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung würde folglich mit dem Ablauf des 28. Februars 2017 erlöschen, sofern der Betrieb bis zu diesem Zeitpunkt nicht wieder aufgenommen worden wäre.
Die nachträgliche Anordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 30. März sieht jedoch vor, dass Kronospan den Betrieb nicht wieder aufnehmen darf, ohne zuvor ein Maßnahmen- und Sanierungskonzept für die bestehende Anlage erstellt und dann auch umgesetzt zu haben. Damit hat das Regierungspräsidium Karlsruhe sichergestellt, dass die Produktion am Standort Bischweier erst dann wieder aufgenommen wird, wenn die Anlage die bisher schon genehmigten Emissions- und Immissionsgrenzwerte einhalten kann.

Firma legt Zeitplan vor

Kronospan begründete den Verlängerungsantrag nun damit, dass die Umsetzung der nachträglichen Anordnung bis zum 28. Februar nächsten Jahres nicht zu schaffen sei und man deshalb mehr Zeit benötige. Wie das Regierungspräsidium mitteilt, hat das Unternehmen hat einen detaillierten Zeitplan vorgelegt, aus dem sich ergibt, dass die Umsetzung zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen wird. Die Begründung und der vorgelegte Zeitplan seien aus Sicht des Regierungspräsidiums schlüssig. Deshalb wurde dem Verlängerungsantrag stattgegeben.