Jordi Figueras
Jordi Figueras | Foto: mia

Gerichtsurteil steht noch aus

KSC wegen Figueras besorgt

Jens Todt ist sich nach Telefonaten mit Jordi Figueras‘ spanischem Anwalt und mit dessen Berater sicher: „Der KSC hat mit keiner Gefährdung zu rechnen.“ Allerdings, das ist inzwischen ein auch beim Karlsruher SC bekannter Fakt, ist die gerichtliche Bewertung der Anklage gegen den gerade für zwei Jahre verpflichteten Innenverteidiger wegen vermeintlicher Spielmanipulationen aus der Saison 2013/14 längst nicht abgeschlossen. „Das soll erst in einigen Monaten der Fall sein“, sagte KSC-Sportchef Todt, dem die Verstrickungen des früheren Profis von Betis Sevilla vor Vertragsschluss bekannt waren. „Uns wurde versichert, dass die Vorwürfe jeder Grundlage entbehren, und dass es klare Beweise gibt, die das bestätigen. Damit war die Sache für uns erledigt“, so Todt am Freitag.

Unterlagen angefordert

So war Clubchef Ingo Wellenreuther alarmiert, als er am Donnerstagabend von der Note aus Figueras‘ Vergangenheit durch Nachfragen dieser Zeitung erfuhr. Als Jurist weiß Wellenreuther, dass die Versicherungen von Rechtsvertretern hinsichtlich des Ausgangs einer solchen Sache wertlos sind. „Es wird dem Gericht obliegen, darüber zu befinden, und nicht Anwälten. Für uns als Verein ist das eine schwierige Situation. Für den Moment müssen wir abwarten und auf eine rasche Klärung hoffen, die dann im Sinne des Spielers ausfällt“, sagt Wellenreuther. Für „müßig“ erachte er ein Nachdenken darüber, ob Figueras beim KSC wäre, hätte das Präsidium die Hintergründe vorher gekannt. Kommt das Gericht am Ende zu einer anderen Bewertung als Figueras‘ Anwalt, dürfte dem Spieler eine lange Sperre drohen. Der KSC hat in Spanien Unterlagen angefordert, um ein eigenes Bild vom Sachstand zu erlangen.

Generalprobe gegen Derby County

Die sportliche Seite berührt das noch nicht. Da ist mit Figueras als Vollzeitkraft vorerst nicht zu rechnen. Ihm fehlt die Fitness. So dürfte er auch bei der Liga-Generalprobe am Samstag (15.30 Uhr) im Wildparkstadion gegen Englands Zweitligisten Derby County noch keine große Rolle spielen. Angeschlagen sind weiter Innenverteidger Bjarne Thoelke und Dimitris Diamantakos.

(Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Print-Ausgabe am Samstag, außerdem ein Porträt über Franck Kom in der Reihe „Neu beim KSC“)