Vielfältig  ist die Kunstwelt in Keltern, wie Bürgermeister Steffen Bochinger (Vierter von rechts) bei der Ausstellung „Kunstgenuss“ im Ellmendinger Café Becker festgestellt hat. 	Foto: Ossmann
Vielfältig ist die Kunstwelt in Keltern, wie Bürgermeister Steffen Bochinger (Vierter von rechts) bei der Ausstellung „Kunstgenuss“ im Ellmendinger Café Becker festgestellt hat. Foto: Ossmann

Ausstellung in Ellmendingen

Künstlerische Appetithappen ausgestellt

Von Theo Ossmann

Kulinarische, künstlerische und kunsthandwerkliche Appetithäppchen gab es am Wochenende beim „Kunstgenuss“ im ehemaligen Ellmendinger Café Becker. Bei der Ausstellung verschiedener Kelterner Kunstschaffender bewies Konditormeister Johannes Becker mit seinen leckeren Fingerfood-Kreationen, dass auch sein Berufsstand mit wahren Kunstwerken aufwarten kann. Davon zeigte sich Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger ebenso beeindruckt wie von den kreativ-filigranen Silber- und Goldschmuckarbeiten, den in unterschiedlichen Techniken gemalten Bildern und den großen Plastiken.

Viel Lob für Aussteller

Allseits erhielten beim Kunstgenuss sowohl Martina Schreiber, die Organisatorin, als auch die Mitaussteller viel Lob. Auch Kelterns Gemeindeoberhaupt machte seine Sache gut. Als bekennender „Kunstlaie“, wie er sich selbst scherzhaft bezeichnete, wurde ihm die Ehre zu Teil, die Kunstschaffenden und ihre Arbeiten vorzustellen. Musikalisch begleitet vom Musik-Duo Birgit Schneider (Gesang) und Thomas Schreiber (Gitarre) war es interessant zu hören, dass die Dietlinger Goldschmiedin Martina Kraus eine Kollektion „schmückende Heilkräuter“ entworfen hat. In ihren Arbeiten aus recyceltem Altsilber bildet sie mit Ketten, Ringen und Ohrschmuck die Schönheit von Pflanzenteilen, Blättern und Fundstücken aus der heimischen Natur nach.

Skulpturen sind der Hingucker

Im Gegensatz dazu hat sich Martin Augenstein größeren Objekten verschrieben. Seine gewichtigen Skulpturen aus Holzstämmen, die er zu schlank-polierten Frauenkörpern verarbeitet, waren ebenso ein Hingucker wie seine großen und kleineren Stein- und Stahlplastiken.
Das Pendant dazu waren die mittelformatigen Aquarell-Bilder von Sylvia und Gerhard Fröhlich aus Niebelsbach, wobei die künstlerisch gestalteten Paravents auf großes Interesse bei den Besuchern stießen. Einem besonderen Thema in der Kunst, der Fotografie, hat sich Jürgen Max verschrieben. Als Fernfahrer ist der Niebelsbacher viel unterwegs in Europa und fängt seine Eindrücke mit der Kamera ein. Durch Bildbearbeitung verleiht er den Motiven künstlerischen Ausdruck.

Gemeinde kauft Bild von Martina Schreiber

Eine Laudatio bei der Vernissage hielt Kelterns Gemeindeoberhaupt auf Johannes Becker und sein Team, ebenso wie auf die Ausstellungs-Organisatorin und Mitausstellerin Martina Schreiber Sie hat sich sowohl ihrem Berufsstand, als auch der Malerei verschrieben und präsentierte Gold- und Silberschmuck-Unikate sowie Aquarelle und Acrylbilder. Eines davon hat die Gemeinde nun erworben. Auf einer etwa ein mal zwei Meter großen Leinwand zeigt es einen stilisierten Rebstock und den Text des von Martina Schreiber selbst in Mundart verfassten ersten Kelterner Weinliedes.