Gespräch mit Bill Ramsey

Zu seinen Schlagererfolgen steht er – dem Jazz bleibt er treu

Wie oft er schon in Karlsruhe und der Region gastiert hat, das weiß Bill Ramsey nicht mehr. Vielmals jedenfalls – schon zu Zeiten, als er mit Catarina Valente auftrat, bis hin zu seinen Auftritten in Jazz-Konzerten. Denn auch wenn er manchen immer noch als Schlagersänger in Erinnerung ist, so galt doch seine Leidenschaft von Jugend an dem Jazz. Am 17. April 1931 in Cinicinatti als Sohn einer Lehrerin und eines Werbemanagers geboren, interessierte er sich schon früh für die Musik der Afroamerikaner. Anfang der 1950er wurde er als Wehrpflichtiger eingezogen und kam zur United States Air Force nach Deutschland. Hier hatte Bill Ramsey schon bald erste Auftritte, begeisterte bei bei Jazzveranstaltungen mit seiner „schwarzen“ Stimme, wurde entdeckt und landete 1959 mit „Souvenirs“ seinen ersten großen Hit. Trotz seines zeitweiligen Ausflugs in die Welt des Schlagers blieb er dem Jazz treu. An diesem Samstag tritt der 85-Jährige in Karlsruhe bei der SWR-Jazznight auf (Bericht folgt in unserer Montagausgabe). Zuvor nahm sich Ramsey Zeit für ein Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Michael Hübl. Darin äußert  sich der Sänger und Jazz-Spezialist, der im Hessischen Rundfunk eine Jazz-Sendung moderiet, zu Schlagern wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, schildert die Vorteile, die der Jazz bietet und nimmt Stellung zu dem US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Das Interview erscheint in der Samstagausgabe der BNN.